Ein möglicher Wechsel von Max Verstappen von Red Bull zu Mercedes ist und bleibt im Fahrerlager der Formel 1 ein heiß diskutiertes Thema. Helmut Marko dementierte diese Option auch jetzt nicht. Gleichwohl deutete der Grazer an, dass es dahingehend noch keine konkreten Entwicklungen gibt.
Die Tür bei Mercedes ist für Max Verstappen sperrangelweit offen. Die maximal offensiven Annäherungsversuche von Teamchef Toto Wolff in den letzten Wochen lassen daran keinerlei Zweifel. Er würde den Niederländer am liebsten schon 2025 im Silberpfeil sehen. Und er weiß: Die Chance besteht durchaus.
Red-Bull-Berater Helmut Marko räumte dies nun einmal mehr indirekt ein, in dem er auf ein klares Dementi verzichtete. Gleichzeitig versicherte der Verstappen-Vertraute aber auch, dass viele Gerüchte zuletzt heißer gekocht wurde, als sie eigentlich sind.
Verstappen zu Mercedes: "Wenn, wenn ..."
Im "oe24"-interview wurde Marko gefragt, ob Verstappen das Mercedes-Angebot annehmen könnte, sollten die Silberpfeile zum Ende der Saison tatsächlich das nachweislich schnellste Auto auf dem Grid stellen. Seine ausweichende Antwort: "Wenn, wenn. Das sind doch alles Spekulationen. Da machen wir nicht mit, wir sind fokussiert, dass wir die WM gewinnen."
Die große Frage ist, wo hoch die Chancen stehen, dass der Mercedes sich in den nächsten Wochen und Monaten zum schnellsten Auto entwickelt und McLaren und Red Bull hinter sich lässt. Eine Antwort darauf hat auch Marko nicht, aber er gibt zu: "Sie haben einen Schritt nach vorne gemacht." Das schnellste Auto hätten die Silberpfeile deswegen aber "noch nicht", so der Grazer.
Marko: Red Bull hat "mehrere Probleme"
Apropos schnellstes Auto: Diese hatte Red Bull auch im vergangenen Rennen in Silverstone nicht. Das gibt dem Team zu knabbern, gab Marko zu. "Wir haben ein Problem, wenn nicht sogar mehrere", gestand er, ohne genauer auf die Probleme einzugehen.
Die nächste Standortbestimmung findet auf dem Hungaroring statt. Ein Rennen mit wegweisendem Charakter. In Budapest glüht der Asphalt traditionell, die Temperaturen liegen nicht selten weit jenseits der 30 Grad. Schwächelt Red Bull auch dort und zeigt Mercedes auch unter diesen Bedingungen mehr Speed, schrillen die Alarmglocken im Bullen-Hauptquartier nochmal lauter.
"Normalerweise tun sie sich bei Hitze schwer", sagte Marko mit Blick auf die Silberpfeile, schränkte jedoch umgehend ein: "Aber was ist schon normal in dieser Saison? Wir erleben ein derartiges Auf und Ab, dass auch wir teilweise ratlos sind."


