Nach dem Aus beim 1. FC Köln zieht es Davie Selke weiter, allerdings bleibt der Stürmer in der 2. Bundesliga. Nachdem es noch am Morgen Gerüchte um einen Wechsel zum Hamburger SV gab, haben sich diese mittlerweile bestätigt. Der 29-Jährige trägt fortan das HSV-Trikot.
HSV-Trainer Steffen Baumgart hat seinen Wunsch nach einem zweiten Top-Stürmer erfüllt bekommen. Ein ehemaliger Bekannter wechselt nach Hamburg: Davie Selke. Dieser kommt ablösefrei vom 1. FC Köln, wo er in den letzten Jahren von Baumgart betreut wurde, bis dieser seinen Hut nehmen musste. Zuletzt hatten "kicker" und" Sky" berichtet, dass ein Wechsel des Angreifers bevorstehen könnte, am Donnerstagnachmittag gab dann der HSV den Transfer bekannt.
"Davie hat im Fußball schon viel erlebt und bringt einen großen Erfahrungsschatz mit nach Hamburg. Mit seiner Spielweise, aber vor allem auch seiner Mentalität wird er für unsere Mannschaft eine große Bereicherung sein", freute sich HSV-Sportchef Stefan Kuntz, der Selke ebenfalls bestens kennt.
"Ich habe mit Davie in der deutschen U21-Nationalmannschaft zusammengearbeitet, als er entscheidenden Anteil daran hatte, dass wir 2017 Europameister geworden sind", sagte er und setzte hinzu: "Steffen Baumgart hat ihn zudem beim 1. FC Köln trainiert und wir sind absolut davon überzeugt, dass Davie uns auf dem Platz wie auch in der Kabine stärker machen wird."
Selke selbst erklärte, er freue sich auf den HSV, wo er fortan mit der Nummer 27 auflaufen wird. "Ich habe mit Stefan Kuntz und Steffen Baumgart bereits erfolgreich zusammengearbeitet, beide haben mir ihre klaren Vorstellungen und Ziele überzeugend aufgezeigt. Der HSV ist einer der spannendsten Klubs im deutschen Fußball und der Gedanke daran, dabei mitzuhelfen, diesen Verein in die Bundesliga zurückzubringen, hat mich sofort gepackt", betonte er.
Selke erklärt HSV-Wechsel
"In diesem Gesamtpaket aus Klub, Verantwortlichen und Zielen haben andere Dinge nur eine untergeordnete Rolle gespielt, denn ich wollte unbedingt dabei sein."
In der vergangenen Saison war der frühere Berliner mit dem 1. FC Köln aus der Bundesliga abgestiegen. Selkes Vertrag beim Effzeh besaß in der Folge keine Gültigkeit für die 2. Bundesliga. Verhandlungen über ein neues Arbeitspapier scheiterten angeblich, weil man sich nicht auf die finanziellen Rahmenbedingungen einigen konnte.
Selke fühlte sich danach um eine Chance beraubt und erhob schwere Vorwürfe gegen die Kölner Chefetage. "Es ist kein Geheimnis, dass ich es mir vorstellen konnte, den Weg mit euch weiterzugehen. Diese Chance wurde mir final genommen", schrieb er auf Instagram.
Ein fürstliches Gehalt wird er allerdings wohl auch beim HSV nicht bekommen. An der Elbe soll Stürmer Robert Glatzel mit Bezügen von circa einer Millionen Euro im Jahr derzeit der Top-Verdiener sein.
























