Die Zukunft von Daniel Ricciardo in der Formel 1 steht mehr denn je auf der Kippe. Aktuell hofft der Australier noch auf einen Verbleib bei Red Bulls B-Team. Ein Großteil der Entscheider hat sich aber offenbar dagegen entschieden.
Für Daniel Ricciardo steht beim Großen Preis von Österreich ein ganz besonderes Wochenende an. Das Rennen in der Steiermark wird das 250. des Australiers in der Formel 1. Aktuell deutet einiges darauf hin, dass es gleichzeitig auch eins seiner letzten wird.
Wie Helmut Marko im Gespräch mit der "Kleine Zeitung" erklärte, wünschen sich viele Köpfe im Hintergrund, dass der 34-jährige Routinier von einem jüngeren Fahrer ersetzt wird. "Die Shareholder haben kundgetan, dass es ein Juniorteam ist und dementsprechend müssen wir agieren", berichtete Marko von einer Ansage "von oben".
Bekommt Liam Lawson seine Formel-1-Chance?
Eine Ansicht, die auch Marko selbst vertritt, schließlich gilt das B-Team nach wie vor als Ausbildungsplatz für Fahrer, die irgendwann mal den Sprung ins A-Team schaffen sollen. "Da muss man jetzt demnächst einen jungen Fahrer reinsetzen. Das wäre dann Liam Lawson", nannte der Grazer auch direkt den Kandidaten, der als Ricciardo-Nachfolger infrage kommt.
Ein Abschied von Ricciardo käme für den Rennstall nicht aus heiterem Himmel. Interne Planungen in diese Richtung gibt es schon länger, schilderte Marko.
Marko: Das war der Ricciardo-Plan von Red Bull
"Das Ziel war, dass er [Ricciardo] mit außergewöhnlichen Leistungen für Red Bull Racing in Frage kommen würde. Dieser Sitz gehört jetzt Sergio Pérez, somit ist dieser Plan hinfällig", erklärte der Berater, dass der Australier als Pérez-Erbe angedacht war. Der Vertrag des Mexikaners wurde jedoch bis Ende 2025 mit der Option auf ein weiteres Jahr verlängert.

Unklar ist allerdings, ob sich bei Red Bull für Ricciardo nicht vielleicht doch noch eine Hintertür öffnen könnte. Grund ist die verheerende Formkrise, unter der Pérez aktuell leidet.
Mittlerweile kursieren schon Gerüchte, nach denen Checo sein Cockpit sogar noch während der Saison verlieren könnte. Dann könnte es theoretisch zu einem Domino-Effekt kommen, in dessen Zuge Ricciardo bei Red Bull einspringt und Lawson vorzeitig eine Chance bei den RacingBulls bekommt.


