Nuri Sahin hat bei Borussia Dortmund den Trainerposten von seinem vormaligen Chef Edin Terzic "geerbt". Die Rochade an der Seitenlinie des BVB stößt dem früheren Bundesliga-Coach Peter Neururer sauer auf.
Im "Doppelpass" von "Sport1" übte der 69-Jährige scharfe Kritik an Sahin. "Ich denke ja als ehemaliger Trainer. Mir wird da wirklich schlecht, wenn ich höre, was Nuri Sahin von sich gibt als Mitarbeiter des Trainerstabs von Terzic."
"Plötzlich", führte Neururer aus, müsse beim BVB "alles anders gemacht werden". Er habe gehört, Sahin sei zuständig für die Dortmunder Erfolge in der Champions League "und für den Misserfolg ist Terzic zuständig. Das passt mir gar nicht".
Der BVB hatte Sahin im zurückliegenden Winter in Terzics Trainerteam integriert - auf Wunsch des nun zurückgetretenen Übungsleiters, wie es damals hieß. Nun folgt Sahin als Chefcoach auf seinen Ex-Vorgesetzten.
"Ich frage mich persönlich, und das meine ich wirklich, welche Rolle hat denn Nuri Sahin als Mitarbeiter von Terzic gespielt, wenn er null Einfluss hatte auf das, was er jetzt wirklich erreichen will", sagte Neururer. Er ergänzte: "Das hört sich sehr, sehr populistisch an und für mich hört es sich an, dass es von irgendeiner Seite geplant war. Dass die Sache so hingedrängt wurde, wie es dargestellt wurde."
Das sind Nuri Sahins Pläne mit dem BVB
Sahin hatte in einem Interview mit Vereinsmedien betont, zukünftig solle der BVB-Fußball zur Stadt Dortmund passen. "Borussia Dortmund und die Stadt Dortmund stehen für etwas. Und ich will, dass man das jedes Wochenende erkennt, wenn wir in unserem Stadion sind, dass Borussia Dortmund Fußball spielt", so der frühere Profi.
Der BVB wolle "aktiv sein, wir wollen den Ball haben, wir wollen entscheiden, in welche Richtung das Spiel läuft", kündigte Sahin an. "Wir brauchen alle Facetten des Spiels. Das moderne Spiel bringt einfach mit sich, dass du alles abdecken musst. Ballbesitz ist natürlich top, aber das hilft dir nicht nur. Wir werden auch verteidigen müssen. Am Ende wollen wir es schaffen, dass wir immer ein Tor mehr schießen als der Gegner."
Sahin hatte sich in dem Interview auch bei Terzic bedankt. "Edin und ich waren ein Team, wir haben uns immer abgesprochen. Edin hat mir seine Türen komplett geöffnet. Alle seine Daten, seine Analysen, sein Training. Dafür werde ich ihm mein Leben lang dankbar sein", so der 35-Jährige.




























