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Leichtathletik-EM 2024
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Leichtathletik-EM 2024
Do, 06.06. - Mi, 12.06.

Exklusive Aussagen zum EM-Finaleinzug

Gierisch trotzt allen Widrigkeiten: "Es sollte sein"

Genoss den Moment nach dem Finaleinzug: Kristin Gierisch
Genoss den Moment nach dem Finaleinzug: Kristin Gierisch
Foto: © IMAGO/Stefan Mayer
07. Juni 2024, 14:14
sport.de
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Dreispringerin Kristin Gierisch steht bei ihren letzten Europameisterschaften im Finale - trotz aller Widrigkeiten, sagte sie hinterher gegenüber sport.de.

Auf dem Endspurt ihrer Karriere hat es Kristin Gierisch, EM-Zweite von 2018, noch einmal in ein großes Finale geschafft. 13,91 Meter reichten im dritten und letzten Versuch, um sich als Elfte für die Titelentscheidung am Sonntagabend zu qualifizieren.

Dabei sprach im Vorfeld nur wenig für die 33-Jährige. Sie war vor der EM in Rom noch wegen "extremer Achillessehnenprobleme" in Behandlung, sagte sie nach ihrem Top-Sprung gegenüber sport.de: "Ich bin meinem Physioteam, meinem Trainer und dem Chef der Bundespolizei sehr dankbar." Es war ein perfekter Saisoneinstieg, so die Athletin vom TSV Bayer 04 Leverkusen. 

Den Druck, den Finaleinzug nach einem Sprung über 13,62 Metern und einem ungültigen Versuch perfekt machen zu müssen, habe sie womöglich gebraucht, bekannte Gierisch. "Ich habe aber auch ein bisschen was erreicht und viel mitgemacht. In den Momenten profitiere ich davon. Rückenwind? Nehme ich an. Saisoneinstieg? Nehme ich an. Mein letzter Versuch? Nehme ich an. Es sollte sein, dass ich noch einmal in einem Finale springen darf."

"Die Voraussetzungen heute waren irgendwie ungeil"

Nicht zuletzt auch die Anreise zum Wettkampf hätte am Freitagvormittag besser laufen können, hob die erfahrene Springerin hervor. Der Bus blieb im Verkehr stecken, die Anfahrt verzögerte sich dadurch erheblich. "Du sitzt in dem Bus und weißt, dass du in einer halben Stunde aufgerufen wirst. Die Situation habe ich einfach angenommen, die Voraussetzungen heute waren irgendwie ungeil. Aber man kann die Situation nicht beeinflussen."

"Definitiv" auch eine ungewöhnliche Situation im Olympiastadion von Rom sei zudem, dass die Sprunggrube auf einem Plateau zwischen Läuferbahn und Tribüne angerichtet ist. "Ich war gestern schon hier mit meinem Trainer bei der Stadionbegehung. Wir haben die Springgrube erst gar nicht gefunden", scherzte Gierisch, die nach ihrer Aktiven Karriere weiter bei der Bundespolizei arbeiten wird.

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