Nachdem es in den letzten Tagen und Wochen viel Unruhe beim Formel-1-Rennstall Alpine um Esteban Ocon gab, ist nun klar, dass sich die Wege zwischen Fahrer und Team am Ende der Saison trennen werden. Das gab Alpine wenige Tage vor dem Grand Prix von Kanada bekannt.
Alpine, der Formel-1-Rennstall von Autobauer Renault, zieht einen Schlussstrich unter das Kapitel von Esteban Ocon und wird den am Jahresende auslaufenden Vertrag des Franzosen nicht mehr verlängern. Ocon muss sich damit nach insgesamt fünf Jahren - vier bei Alpine und eines bei Renault, wie der Rennstall im Jahr 2020 vor dem Rebranding hieß - ein neues Team suchen.
Highlight der Zusammenarbeit war dabei der Grand-Prix-Erfolg von Ocon in Ungarn im Jahr 2021. Zuvor hatte Ocon bereits in Sakhir einen zweiten Platz für Renault eingefahren, vor gut einem Jahr wurde er zudem Dritter in Monaco.
Wer ab 2025 für Ocon im Alpine-Cockpit sitzen wird, ist bislang noch nicht bekannt. Der Rennstall teilte mit, dass "die Fahrerbesetzung des Teams für 2025 zu gegebener Zeit bekannt gegeben" werden soll.
Hoffnungen auf das Cockpit macht sich unter anderem Mick Schumacher. Der Deutsche ist derzeit in Diensten von Alpine in der Langstrecken-WM (WEC) aktiv und schielt auf den Sprung zurück in die Königklasse des Motorsports, wo er zwischen 2020 und 2022 für Haas aktiv war. Allerdings werden auch Alpine-Nachwuchstalent Jack Doohan gute Chancen zugerechnet.
Formel 1: Wie geht es für Ocon weiter?
So oder so: Bis Jahresende wird noch Ocon um weitere WM-Punkte fahren und versuchen, sein Konto von bislang nur einem Zähler noch deutlich zu erhöhen.
Auf der Alpine-Website teilte Ocon zur Trennung nach der Saison mit, dass die Zeit bei den Franzosen "ein wichtiger Abschnitt "in seinem Leben gewesen sei.
"Ich bin zwar seit fünf Jahren als Vollzeit-Rennfahrer hier, aber meine Profikarriere begann in Enstone, als ich noch ein Teenager war, daher wird es immer ein besonderer Ort für mich sein", fügte er an. Es habe "einige großartige Momente, aber auch einige schwierige Momente" gegeben, zog Ocon Bilanz.
Alpine-Teamchef Bruno Famin teilte derweil mit: "Im Jahr 2024 haben wir noch 16 Rennen vor uns und ein klares Ziel: Wir werden weiterhin unermüdlich als Team arbeiten, um die besten Ergebnisse auf der Strecke zu erzielen."
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Wie und wo es für Ocon weitergeht, ist noch offen. "Ich werde meine Pläne sehr bald bekannt geben, aber in der Zwischenzeit konzentriere ich mich voll und ganz darauf, für dieses Team auf der Strecke zu sein und eine erfolgreiche Restsaison zu haben."
Laut "f1.com" sucht Ocons Management aufgrund des schwachen Alpine-Starts in die Saison bereits seit Längerem nach anderen Optionen für den F1-Piloten. Konkret werden Haas und Sauber/Audi als mögliche Anlaufstellen genannt, die derzeit die Nase vorn haben sollen.
"Wir wünschen Esteban das Allerbeste für das nächste Kapitel seiner Fahrerkarriere, wenn dieser Moment kommt", sagte Famin.



