Weil Alpine in dieser Formel-1-Saison weit unter den eigenen Erwartungen geblieben ist, herrscht Unruhe beim F1-Rennstall des französischen Autobauers Renault. Mittendrin Esteban Ocon, der laut Gerüchten so angezählt ist, dass ein anderer Fahrer beim kommenden Rennen in Montreal das Cockpit des Franzosen einnehmen soll. Darüber, welcher das sein könnte, hat nun ein Insider spekuliert.
Esteban Ocon hat ein Problem: Der Franzose ist bereits seit Längerem als F1-Rüpel verschrien, immer wieder eckte er in der Vergangenheit mit anderen Fahrern auf der Strecke an, insbesondere mit Teamkollegen. Negativer Höhepunkt in dieser Hinsicht war zuletzt der Monaco-GP, wo Ocon ein Manöver gegen Pierre Gasly wagte, bei dem beide Alpines kollidierten.
Brisant: Gasly warf seinem Teamkollegen vor, die Anweisungen des Teams nicht befolgt zu haben, und erklärte, dass "das nachfolgende Auto während des gesamten Rennens helfen sollte", während Alpine-Teamchef Bruno Famin mit seiner Absicht, "drastische Maßnahmen zu ergreifen", für Unruhe sorgte.
Dieser Kommentar führte zu Gerüchten im Internet, wobei einige Medien spekulierten, dass Ocon für den Großen Preis von Kanada am kommenden Wochenende auf die Ersatzbank gesetzt werden würde. Ein Szenario, das nicht als ausgeschlossen gilt.
Doch wer würde dann eigentlich für Ocon ins Cockpit steigen? Formel-1-Insider Tom Clarkson hat da so eine Ahnung.
Im "F1 Nation Podcast" sagte der Experte: "Im Fahrerlager kursiert das Gerücht, dass Jack Doohan in Kanada sein Grand-Prix-Debüt geben könnte."

Über einen Einsatz des 22-jährigen Australiers, der im Alpine-Nachwuchsprogramm beheimatet ist und in der Vergangenheit bereits in Formel-1-Trainings für den Rennstall aktiv, würde gerade gesprochen werden, so Clarkson weiter.
Doohan beeindruckt das Formel-1-Team von Alpine
Was für Doohan spreche: sein kompromissloses Engagement für Alpine. "Sein Einsatz hat das Team beeindruckt", verriet der Insider und wies darauf hin, dass Doohan rund um den Monaco-GP extra von Frankreich aus nach England gereist sei, um im Simulator für Alpine Settings auszutesten, um dann noch am Wochenende wieder ins Fürstentum zu fliegen, um als Ersatz zur Verfügung zu stehen.
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Laut Clarkson habe Ocon zwar nicht unbedingt verdient, auf die Bank gesetzt zu werden. "Aber ich glaube, Jack Doohan beeindruckt das Team. Und während sie darüber nachdenken, was sie mit ihrem Fahreraufgebot für '25 machen wollen, macht Jack alles richtig, um zumindest ganz oben auf der Liste der Möglichkeiten zu stehen", so der Experte.
Ocon selbst hatte sich derweil zuletzt via Social Media zu Wort gemeldet.
"Die fehlinformierten Aussagen und groben Verzerrungen, die ich in den letzten Tagen im Internet über meine Fähigkeit, mit einem Team zu arbeiten, gesehen habe, waren ungenau, verletzend und schädlich", schrieb dieser auf X (ehemals Twitter).
"Seit meinen ersten Runden im Motorsport bin ich diesem Sport mit Bescheidenheit, Professionalität und Respekt begegnet. Diese Werte wurden mir von klein auf eingeimpft." Ob das hilft, um den Cockpit-Platz zu behalten, ist offen.



