Ob Vincent Kompany den FC Bayern wieder dahin führt, wo sich die Mia-san-Mia-Münchner sehen, wird sich zeigen. Was man schon weiß: Günstig war der Belgier für die Bayern nicht zu haben. RTL-Experte Steffen Freund sieht die hohe Ablöse kritisch.
Zwischen 10,5 und 13 Millionen Euro - je nach Medienbericht - hat der FC Bayern München an Premier-League-Absteiger FC Burnley überwiesen, um sein Trainer-Theater endlich zu beenden - um Vincent Kompany an die Säbener Straße zu holen. Eine veritable Summe für einen 38-jährigen Coach, der eben erst mit seinem Team aus dem englischen Oberhaus abgestiegen ist und noch keinen großen Klub trainiert hat.
"Zehn Millionen ist für mich grundsätzlich zu viel", kritisierte Steffen Freund im Interview mit RTL/ntv und sport.de den Transfer des deutschen Rekordmeisters: "Bei Trainers so viel Geld zu bezahlen, finde ich schon bitter", sagte der Europameister von 1996 und erinnerte an Kompanys Vor-Vorgänger.
"Julian Nagelsmann - schönes Beispiel. 25 Millionen und dann ist er nach nicht einmal zwei Jahren schon wieder weg. Das macht keinen Sinn und ist auch falsch", urteilte Freund.
Mit dem Geld könne man beispielsweise "problemlos ein, zwei Jahre die gesamte Nachwuchsleitung im eigenen Verein oder auch die Mannschaften führen und bezahlen. Ich finde die Entwicklung irgendwie traurig", monierte der ehemalige Bundesliga-Profi.
FC Bayern hofft auf Alonso-artigen Effekt
Mit der Verpflichtung Kompanys habe sich der FC Bayern "ein bisschen an Leverkusen orientiert", ordnete Freund ein. Der Werksklub hatte 2022 den im Profigeschäft noch unerfahrenen Xabi Alonso geholt, der mit Bayer in der abgelaufen Saison sensationell das Double eroberte.
Kompany habe bei RSC Anderlecht und dem FC Burnley "gute Arbeit geleistet", lobte der RTL-Experte, warnte aber zugleich: "Wir wissen, wie schwer es für ihn bei Bayern München wird."





























