Im vergangenen Sommer verließ Jude Bellingham den BVB und setzte seinen Aufstieg zu einem der besten Spieler der Welt bei Real Madrid fort. Sportlich ein herber Verlust für die Dortmunder, finanziell aber ein deutlich besserer Gewinn, als bislang angenommen wurde.
Am Samstag kommt es im Champions-League-Finale zum mit Spannung erwarteten Wiedersehen zwischen Jude Bellingham und den BVB. Dabei wird eine freundliche Atmosphäre herrschen, denn beide Parteien gingen im vergangenen Sommer im Guten auseinander. Dazu spülte der Engländer den Dortmunder auch noch eine beträchtliche Ablösesumme in die Kassen.
Diese Summe liegt laut Hans-Joachim Watzke deutlich über den 103 Millionen Euro, die stets genannt werden. "Wenn es nur 103 Millionen gewesen wären, hätten wir schlecht verhandelt", verriet der Dortmunder Klubchef im "AS"-Interview, dass der Bundesligist am Ende mehr kassierte. Wie viel mehr, behielt Watzke allerdings für sich. Stattdessen sagte er nur: "Es war viel mehr."
Watzke: Bellingham "hat auf mich gehört"
Natürlich hätte der BVB gerne weiter auf Bellingham gesetzt, sagte Watzke. "Aber ich habe Jude immer gesagt: Wenn er davon überzeugt ist, dass er gehen will, dann sollte er zu Real Madrid gehen. Und er hat auf mich gehört. Am Ende ist es [Real] der größte Klub der Welt", begrüßte der BVB-Chef die Entscheidung Bellinghams, sich den Königlichen anzuschließen.
Neben Bellingham verlor der BVB mit Erling Haaland vor kurzer Zeit einen weiteren Weltklasse-Spieler. Auch der Norweger wurde bei Real Madrid gehandelt. Hatten die Königlichen bei ihm die Finger im Spiel? "Wenn ich es wüsste, würde ich es nicht sagen", antwortete Watzke auf entsprechende Nachfrage.
Wollte Real Madrid auch Haaland vom BVB holen?
Bei Haaland sei die Situation aufgrund einer Ausstiegsklausel aber auch eine andere gewesen. "Er musste sie nur ziehen", schilderte der BVB-Boss, der allerdings nicht glaubt, dass die Königlichen den Norweger wirklich auf dem Radar hatten.
"Ohne viele Beweise zu haben, denke ich, dass Madrid schon damals sehr klar war, wer das Ziel für den Sturm ist", sagte Watzke mit Blick auf Kylian Mbappé, der schon lange bei Real gehandelt wird und in diesem Sommer aller Voraussicht nach endlich in Madrid landet.



























