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Stand Up Paddling Cross
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Stand Up Paddling Cross

Das richtige Board finden

Diese SUP-Modelle eignen sich für Anfänger

Stand up Paddling macht nicht nur Spaß, der Sport ist ein effektives Ganzkörpertraining, das obendrein die Balance verbessert.
Stand up Paddling macht nicht nur Spaß, der Sport ist ein effektives Ganzkörpertraining, das obendrein die Balance verbessert.
Foto: © IMAGO/xFabrikaSimfx
26. August 2024, 16:50

Sanft über das Wasser gleiten, Paddelschlag für Paddelschlag. Stand Up Paddling - oder kurz SUP - hat sich längst auch hierzulande etabliert. Kein Wunder: Es braucht nur ein Board und ein Paddel und schon kann in See gestochen werden. Auch Anfänger benötigen in der Regel nicht viel Übung, bis sie entspannt Seen oder Flüsse erkunden können. Mit der Zeit hat sich die Technologie immer weiter entwickelt und durch aufblasbare Boards ist nicht viel Platz nötig, um das Equipment zu verstauen. Dementsprechend groß ist mittlerweile die Auswahl an SUPs. Wir zeigen, worauf es beim Kauf ankommt.

Drei Fehler vor dem SUP-Kauf

Die Profis der SUP-Blogs stand-up-paddling.org und sup.center sind sich einig: Der Markt für SUP-Boards ist unübersichtlich geworden. Es gibt viele Hersteller, bekannte Wassersportmarken und auch Discounter wollen mitmischen und werben mit Tiefpreisen. Oft werden hervorragende Qualität und beste Fahreigenschaften versprochen. Gerade für Anfänger ist es schwierig, da den Überblick zu behalten. Bevor sich ein Gefühl von Verunsicherung einstellt oder sogar ein Fehlkauf den Fahrspaß verdirbt, räumen wir hier mit drei Irrtümern beim SUP-Kauf auf.

1. Die Traglast täuscht

Gerade bei günstigen Boards wird oft mit der Traglast geworben. Dabei ist der Irrglaube weit verbreitet, dass Traglast und Fahrergewicht dasselbe sind. Die Traglast beschreibt die maximale Belastung des Materials, die auf die gesamte Länge des Boards verteilt ist. Der Name der Sportart verrät es allerdings bereits: Beim Stand up Paddling wird gestanden und nicht gelegen. Deshalb ist das Gewicht des Fahrers auch nicht über die gesamte Länge verteilt, sondern konzentriert sich in der Regel auf die Boardmitte. So ist die Belastung viel punktueller. Das maximale Fahrergewicht liegt deshalb oft deutlich unter der maximalen Traglast. Bei billigen SUPs heißt es mitunter lediglich "für bis zu 100 Kilogramm geeignet". Im schlimmsten Fall biegt sich das Board durch, die Fahreigenschaften sind katastrophal und der Fahrspaß geht ruckzuck baden. 

2. Wer billig kauft, kauft zweimal

Klar, ein durchgestrichener Preis mit einer ordentlichen Ersparnis weckt beim Schnäppchenfuchs den Jagdinstinkt. Gerade im Internet wimmelt es vor verlockenden Angeboten. Wenn allerdings ein Board um mehrere hundert Euro reduziert ist, sollte nicht zu schnell der "Kaufen"-Button gedrückt werden, denn die UVP ist oft frei erfunden. "Ausgerechnet die billigsten Angebote werden oft mit umfangreichem Zubehörpaket angeboten. Dies lässt sich nur durch eine massiv reduzierte Qualität realisieren", heißt es bei stand-up-paddling.org. "Auch hier wird die Unwissenheit von Anfängern teilweise ausgenutzt, da sie in der Regel die Qualität noch nicht einschätzen können." Da ein hochwertiges Paddel bereits 100 bis 150 Euro kosten kann, ist es nicht schwierig, sich vorzustellen, dass bei einem Komplettpaket für 200 Euro massiv an der Qualität gespart werden muss. Die Profis empfehlen, Angebote unter 300 Euro zu ignorieren. Zudem sollten SUPs mindestens 15 Zentimeter dick sein.

3. Leichter ist nicht immer besser

Auf den ersten Blick scheint es logisch: Ein leichtes Board ist besser. Nicht nur der Rücken freut sich beim Schleppen, leichte Materialien scheinen auch hochwertiger zu sein. Gerade im günstigen Preissegment ist zumindest Letzteres allerdings ein Trugschluss. Aufblasbare Boards, die mittlerweile die Regel sind, haben in diesem Bereich oft nur dünne PVC-Lagen und eine minderwertige Bauweise. Die Kerne von hochwertigeren Boards sind engmaschiger und damit robuster, die Produktion jedoch auch teurer. Der Preis für leichtere und hochwertige Boards liegt in der Regel nicht unter 700 Euro. Zu bedenken ist außerdem, dass leichtere Bretter auf dem Wasser windanfälliger sind. 

SUP-Modelle: Diese Modelle eignen sich für Anfänger

Entspannte Feierabendrunde auf dem See oder längere Tour durch wildere Gewässer? Beim Stand up Paddling gibt es mehrere Boardtypen, die sich nach dem Einsatzgebiet richten und sich dementsprechend in Größe und Form unterscheiden. Auch das eigene Gewicht, die Bauweise des Boards und nicht zuletzt die Preisklasse spielen bei der Kaufentscheidung eine Rolle. Für Einsteiger eignen sich am ehesten Allroundboards, doch je nach Vorliebe können auch Touringboards eine Überlegung wert sein.

Allround-SUP-Bretter: Gemütlich und kippstabil

Für Anfänger kommt es vor allem auf eine Sache an: Stabilität. Wer bei den ersten Versuchen dauernd baden geht, ist nicht unbedingt motivierter bei der Sache. Allround-Boards sind rundlicher als andere Modelle und haben auf der Unterseite oft zusätzliche Finnen, die mehr Stabilität bieten. Das hilft dabei, das Gleichgewicht zu halten. Kein Wunder, dass sie zu den SUP-Klassikern zählen und bei Einsteigern besonders beliebt sind. Die Standfläche liegt oft bei rund 80 Zentimetern und mehr. Die Länge, die bei SUP-Boards in Inch (") gemessen wird, beginnt bei 10,6" (323 Zentimeter). Allround-SUP-Boards sind wie gemacht für entspanntes Cruisen. 
Die Nachteile: Da diese Modelle bulliger ausfallen als andere Boards, liegen sie träger auf dem Wasser und bieten schlechtere Gleiteigenschaften. Wer mittelfristig lange Touren ab zehn Kilometer angehen möchte, ist mit einem Touring-Board besser beraten.

Empfehlenswert ist vor allem das Bluefin Cruise. "Hier überzeugt vor allem die top Verarbeitung, der umfangreiche Lieferumfang, die lange Garantie und die guten Fahreigenschaften", heißt es auf stand-up-paddling.org. Zudem ist umfangreiches und hochwertiges Zubehör dabei - ein Gesamtpaket, das seinen Preis wert ist. Hier geht es zum Angebot bei Amazon*

Auch das Decathlon Itiwit SUP X100 10" ist dem Bericht zufolge gut für Einsteiger geeignet: "Top Modell, das nicht nur durch eine einwandfreie Verarbeitung, sondern auch gute Fahreigenschaften überzeugt". Allerdings gehört weder eine Luftpumpe noch ein Paddel zum Lieferumfang. Hier geht es zum Angebot bei Decathlon*

Touringboards für längere Ausflüge

Wer eleganter vorwärts gleiten möchte, ist mit einem Touringboard gut bedient. Auch diese Modelle liegen gut auf dem Wasser, sind aber länger als Allrounder und haben einen spitzeren Bug. Sie sind darauf ausgelegt, viel Gewicht zu tragen. Das Touringboard ist schneller als ein Allrounder, braucht aber beim Anfahren länger und ist nicht so wendig. Auch hier sind meist zwei zusätzliche Seitenfinnen für eine bessere Spurtreue und eine bessere Kippstabilität verbaut.

Hier ist das COASTO Nautilus 11.8" SUP Board eine gute Wahl. "Durch die hochwertige und robuste Bauweise und die breite Standfläche macht es auf dem Wasser extrem viel Spaß. Verkauft wird das Nautilus als Komplett-Set in welchem für Anfänger das wichtigste Zubehör enthalten ist", fasst sup.center zusammen. Hier geht es zum Angebot bei Amazon*

Decathlon hat ebenfalls ein empfehlenswertes Touring-SUP im Angebot, das Itiwit X500 13’0". "Die Bauweise ist sehr dynamisch und durch das klassischen Touring Shape ein sehr guter Geradeauslauf gewährleistet", resümiert stand-up-paddling.org - "ein qualitativ hochwertiges Board für einen günstigen Preis". Hier geht es zum Angebot bei Decathlon*

Ist das richtige Board ausgesucht, steht dem ersten Ausflug nichts mehr im Wege. Wichtig ist, am Anfang ein ruhiges Gewässer auszuwählen und auch das Wetter im Blick zu behalten. Selbst vermeintlich kurze Distanzen können zum Kraftakt werden, wenn dem Paddler der Gegenwind ins Gesicht bläst. Am besten ist es, zunächst in Ufernähe zu üben und die Distanz erst mit der Zeit zu vergrößern.

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