Suche Heute Live
Formel 1Formel 1
Artikel teilen

Formel 1
Formel 1

"Alle anderen sind nicht ineinander gecrasht"

Piastri mit Seitenhieb gegen Stroll

Video: Vettel: Hamilton-Wechsel "hat mich überrascht"
23. April 2024, 07:40
sport.de
sport.de

Mit seinem Auffahrunfall beim Großen Preis von China ruinierte sich Aston-Martin-Pilot Lance Stroll nicht nur sein eigenes Formel-1-Rennen, sondern auch das von Daniel Ricciardo und Oscar Piastri. Dass der Kanadier der Alleinverantwortliche war, steht für den McLaren-Fahrer außer Frage.

Mit Ausnahme von Lance Stroll und Aston-Martin-Teamchef Mike Krack gab es nach dem Großen Preis von China niemanden, der den vom Kanadier verursachten Unfall in der 27. Runde als unglücklichen "racing incident" bewertete. Allen voran Daniel Ricciardo knöpfte sich seinen Kontrahenten nach dem Rennen mit deutlichen Worten vor.

Leidtragender des Unfalls war aber nicht nur Ricciardo, sondern auch Oscar Piastri. Er fuhr zu diesem Zeitpunkt direkt vor seinem Landsmann. Als Stroll den Racing Bull auf die Hörner nahm, wurde Ricciardo in den McLaren reingeschoben. Die Folge war ein massiver Schaden an Piastris Wagen, der sein restliches Rennen negativ beeinflusste. 

Piastri über Stroll: "Mit so etwas muss an rechnen"

Die Erklärung von Stroll, es habe sich um einen Ziehharmonika-Effekt gehandelt, bei dem er nichts machen konnte, ließ der junge Australier so nicht durchgehen. "Alle anderen sind nicht ineinander gecrasht", kritisierte Piastri den Kanadier nach dem Rennen. Er sei der Ansicht, dass man vor einer so engen Haarnadelkurve "immer mit so etwas rechnen muss", warf der McLaren-Fahrer dem Aston-Martin-Pilot Fahrlässigkeit vor. 

Ganz ähnlich hatte sich zuvor auch schon Ricciardo geäußert. Er wurde in seiner Wortwahl allerdings noch klarer. "Er hat quasi sein halbes Auto unter meins geschoben. Das war nicht nur eine kleine Fehleinschätzung, das war meilenweit daneben. Dafür gibt es für mich keine Entschuldigung", ärgerte sich der Racing-Bulls-Fahrer. 

Ricciardo erhebt Vorwürfe

"Was mich am meisten frustriert, ist, dass man in den Onboard-Aufnahmen sieht, dass er nicht mal auf mein Auto schaut. Man sieht an seinem Helm, dass er auf den Scheitelpunkt der Kurve guckt. Ich habe keine Ahnung, warum er nicht auf mich geschaut hat. Er war ganz klar auf andere Dinge fokussiert", polterte der Australier, der aufgrund des Unfalls keine Chance bekam, Punkte für eine Weiterbeschäftigung zu sammeln. 

Letztlich, so Ricciardo weiter, habe ein Fahrer in einer SafetyCar-Phase nur eine Sache zu tun. "Auf das Auto vor dir achten, weil wir nicht vorhersagen können, was die Führenden machen werden. Wir können nicht davon ausgehen, dass das Rennen in Kurve 14 schon wieder anfängt. Es beginnt erst an der SafetyCar-Linie", klagte der Pechvogel des Tages. 

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1GroßbritannienLando NorrisMcLaren396
2AustralienOscar PiastriMcLaren374
3NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing371
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team301
5MonacoCharles LeclercFerrari226

China GP 2024

1NiederlandeMax Verstappen1:40:52.554h
2GroßbritannienLando Norris+13.773s
3MexikoSergio Pérez+19.160s
4MonacoCharles Leclerc+23.623s
5SpanienCarlos Sainz+33.983s

Newsticker

Alle News anzeigen