Mercedes-Teamchef Toto Wolff flirtete in den letzten Wochen mehrfach öffentlich mit einer Verpflichtung von Formel-1-Weltmeister Max Verstappen. Ein ehemaliger Champion der Königsklasse wittert dahinter allerdings nur ein kleines Psychospielchen des Österreichers. Er kann sich den Niederländer unter keinen Umständen im Silberpfeil-Cockpit vorstellen.
Nach Jahren der erbitterten (sportlichen) Feindschaft ging Mercedes-Teamchef Toto Wolff in den vergangenen Wochen auffällig offensiv auf Kuschelkurs zu Max Verstappen. Der Österreicher bezeichnete den Red-Bull-Piloten öffentlich als besten Fahrer im Feld und erklärte, jedes Team würde ihn gerne in seinen Reihen haben.
Auslöser von Wolffs Kurswechsel war der Ärger bei Red Bull rund um die Horner-Affäre, in deren Zuge über einen möglichen Abgang von Verstappen spekuliert wurde - und die Tatsache, dass Mercedes dringend einen starken Nachfolger für Lewis Hamilton braucht.
Villeneuve: Mercedes will Verstappen gar nicht
Für Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve sind das allerdings alles nur vorgeschobene Argumente. Er glaubt: Wolff will Verstappen überhaupt nicht bei Mercedes haben und wittert einen großen Bluff des Teamchefs.
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Toto Wolff Max will", wird Villeneuve vom "Daily Express" zitiert. Die einzig logische Erklärung für Wolffs Vorstoß sei, "dass er Red Bull nerven will", mutmaßte der Kanadier, dass der Österreicher einfach nur die Chance nutzen will, um für noch mehr Unruhe bei Red Bull zu sorgen.

Er könne sich Verstappen vor allem aufgrund der Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit nicht bei den Silberpfeilen vorstellen, ergänzte Villeneuve.
"Sie haben 2021 die Meisterschaft gegen Red Bull und Max verloren. Sie [die Annäherungsversuche] gibt es definitiv nicht, weil Wolff Max wirklich verpflichten will. Für ihn geht es mehr darum, Red Bull eine zu verpassen", bekräftigte der ehemalige Weltmeister.


