Die Affäre um Christian Horner bestimmt weiter die Berichterstattung rund um die Formel 1. Nach seiner ersten Attacke auf den Red-Bull-Teamchef legte Jos Verstappen nun nach.
"Ich habe bereits gesagt, dass es meiner Meinung nach Probleme bereitet, wenn er bleibt. Es ist wirklich nicht gut für die Mannschaft, diese ganze Situation", sagte der Vater von Formel-1-Weltmeister Max Verstappen zur "Daily Mail".
Dem 52-Jährige gehe es in erster Linie um seinen Sohn: "Aber das Wichtigste für mich ist, dass Max glücklich ist, das ist es, was für mich zählt, ich möchte nur, dass er glücklich ist."
Dass der Fokus derzeit fast nur auf Horner liegt, ist Verstappen senior ein Dorn im Auge. "All diese Dinge, die passieren, haben einen Einfluss auf Max. Bei der Pressekonferenz, die Horner neulich gab, drehte sich alles um ihn und seine Probleme, während wir eigentlich über Max, das Auto, seine Leistung und das Rennen sprechen sollten", kritisierte der Niederländer.
Mehr dazu:
Formel 1: Jos Verstappen rechnet mit Horner-Verbleib
Horner hatte auf der Pressekonferenz betont, einen "Schlussstrich" ziehen zu wollen. "Ich denke, es ist zu spät für Christian, zu sagen: 'Lass mich in Ruhe'", lederte Verstappen gegen den Briten und ergänzte: "Wenn er das will, ist das in Ordnung. Aber ich glaube nicht, dass es möglich sein wird. Ich möchte nicht mehr zu viel darüber reden, da es sonst Probleme geben könnte."
Mit einem Rauswurf Horners rechnet Verstappen nicht: "Er hat die Unterstützung des thailändischen Besitzers. Also denke ich, dass er für den Rest der Saison bleiben wird."
Verstappen fügte aber noch hinzu, dass ihm die betroffene Mitarbeiterin, die mittlerweile offenbar vom Dienst freigestellt wurde, leid tut: "Ich habe Mitleid mit der Frau, mit allem, was sie durchgemacht hat".
In Saudi-Arabien kursieren inzwischen Gerüchte, dass die betroffene Frau in Erwägung ziehen soll, die Angelegenheit der Justiz zu übergeben, um eine unabhängige Überprüfung des Sachverhalts sicherzustellen. Die Red-Bull-interne Untersuchung, die Horner zunächst entlastet hatte, könnte dadurch in ein neues Licht gerückt werden.
"Red Bull scheint ja genau zu wissen, was sie mit ihr tun. Wir werden sehen", sagte Verstappen: "Ich denke, es liegt an ihr, in die Offensive zu gehen und dann abzuwarten, was passiert. Ich bin nicht auf dem Laufenden, was rund um sie passiert."
Beim Saisonstart in Bahrain hatte Verstappen bereits gegen Horner geschossen. "Das Team ist in Gefahr, auseinandergerissen zu werden. So kann es nicht weitergehen. Es wird eskalieren. Er spielt das Opfer, dabei ist er derjenige, der die Probleme verursacht", polterte der Holländer im Interview mit der "Daily Mail".





