Kein Tag ohne neue Kritik an Thomas Tuchel: Der Trainer des FC Bayern erlebt keine einfachen Tage. Auch Ex-Nationalspieler Mario Basler unterstellt dem Übungsleiter schwere Fehler, nimmt ihn zugleich aber in Schutz.
Die Leistung des FC Bayern beim 2:3 gegen den VfL Bochum hat Basler nicht gefallen. Obwohl er gegenüber den vorherigen Pleiten bei Bayer Leverkusen (0:3) und Lazio Rom (0:1) eine Steigerung erkannte, monierte der 55-Jährige den Spielstil der Münchner.
"Das ist Schlafwagen-Fußball. Die spielen den Ball 25 Mal zurück zu Manuel Neuer von der Mittellinie", klagte er in seinem Podcast "Basler ballert". Der FC Bayern mache "seit Jahren den gleichen Fehler: Sie spielen auf Ball halten, viele Ballkontakte, einen Gegner zermürben."
Generell komme der Rekordmeister "zu langsam nach vorne", so Basler, der ein vernichtendes Urteil fällte: "Dieser Fußball vom FC Bayern ist einfach vorbei. [...] Der muss generalüberholt werden." Die Spiele könne "man sich im Moment nicht mehr angucken".
Basler nahm allerdings auch die Spieler in die Pflicht. "Diese Abwehr ist im Moment eine Katastrophe, sie machen zu viele Fehler", merkte der Europameister von 1996 an. Sämtliche Verteidiger seien "sehr begrenzt", Neuzugang Eric Dier habe "kein Gefühl im Fuß".
FC Bayern: Thomas Tuchel hat "auf die Fresse gekriegt"
Trotz aller Kritikpunkte stärkte Basler dem angezählten Tuchel jedoch auch den Rücken. Der Nachfolger von Julian Nagelsmann habe "vom ersten Tag an auf die Fresse gekriegt", werde permanent "beschimpft" und habe "noch keine ruhige Minute gehabt".
Basler will gar eine "Jagd" auf Tuchel erkannt haben. "Jetzt wird es richtig unangenehm. Man sucht ja Dinge, um Thomas Tuchel etwas zu unterstellen", gab der gebürtige Pfälzer zu bedenken.
Nach dem Tiefschlag in Bochum war über eine mögliche Entlassung des Trainers spekuliert worden, die Verantwortlichen stellten aber umgehend klar, dass eine Trennung (noch) keine Option für sie darstellt.
Dem erfolgsverwöhnten FC Bayern droht eine titellose Saison: In der Bundesliga ist Tabellenführer Bayer Leverkusen enteilt, das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Lazio ging verloren und im DFB-Pokal war bereits in Runde zwei Endstation.





























