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VfB-Höhenflug geht dank "Arbeitssieg" weiter

Der VfB Stuttgart setzte sich gegen Darmstadt durch
Der VfB Stuttgart setzte sich gegen Darmstadt durch
Foto: © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel
18. Februar 2024, 11:22

Lange Unterzahl, turbulente Schlussphase und eine 70-minütige Halbzeit: Der Stuttgarter Höhenflug geht auch in Darmstadt weiter.

Die abgekämpften Sieger des VfB Stuttgart ließen sich von den Fans feiern, die Erleichterung nach dem überstandenen Höllenritt bei Darmstadt 98 war bei den Schwaben mit Händen zu greifen. "Es war ein sehr hartes Spiel", sagte Sportdirektor Fabian Wohlgemuth bei "Sky": "Wenn man die Begleitumstände sieht, war es ein Arbeitssieg, über den wir sehr glücklich sind."

Denn die Umstände hatten es beim 2:1 (1:0) des Champions-League-Anwärters beim Schlusslicht tatsächlich in sich. Mit einer konzentrierten Willensleistung trotzte der VfB in einem turbulenten Auswärtsspiel allen Widrigkeiten: Den Fanprotesten in einer 70-minütigen (!) ersten Halbzeit. Einer zweiten Hälfte in Unterzahl. Und der Tatsache, dass der Außenseiter überlegen war.

"Wir sind für einen Mann mehr gelaufen. Genau das, was wir uns in der Halbzeit vorgenommen haben", sagte Kapitän Waldemar Anton. Denn auf die Führung durch den in die Startelf zurückgekehrten Topstürmer Serhou Guirassy (14.) folgte die Gelb-Rote Karte gegen Pascal Stenzel (45.+22). Dennoch kämpfte sich der VfB zum vierten Ligasieg nacheinander. In der Nachspielzeit traf Neuzugang Mahmoud Dahoud (90.+2), der sehenswerte Anschlusstreffer von Aaron Seydel (90.+5) kam für die Lilien zu spät.

"Es war noch schwerer als wir es erwartet hatten", sagte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. Nach der 18-minütigen Unterbrechung wegen der Proteste habe sein Team "etwas den Faden" und die Griffigkeit verloren. Außerdem fand Stuttgart kein Mittel gegen die Darmstädter Umstellungen.

Doch als es spielerisch stockte, zeigten die schwäbischen Himmelsstürmer, "dass wir dieses kämpferische Gesicht auch haben", wie Abräumer Atakan Karazor zufrieden feststellte. Dahouds erster Treffer im VfB-Trikot sicherte das, was der frühere Dortmunder "einen dreckigen Arbeitssieg" nannte. Dieser und die persönliche Tor-Premiere gaben dem zweimaligen Nationalspieler "ein richtig schönes Gefühl. Auch deshalb, weil sich die Jungs so sehr für mich gefreut haben. Ich fühle mich richtig wohl hier."

Ganz anders war die Gefühlslage bei den seit 15 Spielen sieglosen Gastgebern. "Wenn man 14:4 Torschüsse in der zweiten Halbzeit hat und das Spiel nicht gewinnt, ist das sehr bitter", sagte Sturm-Leihgabe Sebastian Polter. Doch Trainer Torsten Lieberknecht sprach seiner Elf Mut zu: "Wenn wir das zeigen, was wir heute gezeigt haben, bin ich weiterhin sehr optimistisch, dass wir den Weg in die Relegation gehen könnten."

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