Weil Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton ab 2025 für Ferrari fährt, ist für Carlos Sainz nach dieser Saison kein Platz mehr bei der Scuderia. Wie reagiert der Spanier auf den Rückschlag? Laut dem ehemaligen F1-Champion Jacques Villeneuve muss sich der italienische Rennstall auf Ärger einstellen.
Noch vor gar nicht langer Zeit sprach Carlos Sainz davon, dass Ferrari der beste Ort sei, um seinen Titeltraum in der Formel 1 zu leben. Doch seit Anfang Februar ist klar, dass dem Spanier, der 2021 das Cockpit bei den Roten von Sebastian Vettel übernahm, maximal noch die in Kürze beginnende Saison bleibt, um Weltmeister mit der Scuderia zu werden. Denn ab 2025 übernimmt Lewis Hamilton Sainz' Platz.
Wie reagiert Sainz also auf die Ausbootung? Während er selbst via Social Media ankündigte, "wie immer für das Team und die Tifosi das Beste zu geben", glaubt Jacques Villeneuve eher an einen Ego-Trip.
"Sainz wird kein Interesse daran haben, ein Teamplayer zu sein. Die Ergebnisse von Ferrari zählen für ihn nicht mehr, das Einzige, was zählen wird, sind seine eigenen Ergebnisse", äußerte der Weltmeister von 1997 in der "La Gazzetta dello Sport" einen brisanten Verdacht.
Für Villeneuve ist Sainz "der große Verlierer in dieser Situation". Der Grund: "Seine Verhandlungsmacht, ob mit Audi oder einem anderen Rennstall, ist nun viel geringer, das ist ganz klar."
Villeneuve freut sich auf zwei teaminterne Duelle in der Formel 1
In der Tat hat Sainz durch Hamiltons Einstieg ab 2025 im kolportierten Poker mit Audi ein Ass verloren, denn - Stand jetzt - steht der Spanier nach dieser Saison ohne Cockpit da.
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"Er muss abliefern, um 2025 einen Platz zu bekommen", sagte auch Villeneuve und fügte an: "Dafür wird er wahrscheinlich versuchen, [Charles] Leclerc zu schlagen."
Der 52-Jährige freue sich schon darauf, zu sehen, wie einerseits "Mercedes mit der Konfrontation zwischen [George] Russell und Hamilton umgehen wird", und wie es andererseits "zwischen Leclerc und Sainz laufen wird". Denn für den Champion von 1997 steht fest: Sainz hat "jetzt nichts mehr zu verlieren".



