Schon seit Monaten halten sich die Spekulationen rund um den angeschlagenen Fußball-Zweitligisten FC Schalke 04 hartnäckig, wonach der langjährige Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies doch noch einmal in vorderer Reihe zurückkehren könnte zu den Königsblauen. Nach dem Katastrophen-Start in die Rückrunde der 2. Bundesliga sind jetzt konkrete Pläne durchgesickert.
Clemens Tönnies soll laut "Bild"-Informationen Teil einer Gruppe sein, welche so schnell wie möglich für einen kompletten Austausch auf der Führungsebene des Klubs sorgen will. Der Fleischfabrikant war von 2001 bis 2020 als Aufsichtsratsboss bei S04 tätig.
Konkret hat sich Tönnies, der als Miteigentümer der Tönnies-Tochter Böklunder noch immer als einer der wichtigsten Premiumsponsoren im Verein gilt und jährlich Millionenzahlungen an den Klub leistet, mit weiteren Großsponsoren zusammengetan, um den Krisen-Klub aus der Talsohle zu führen.
Nach Infos der "Bild" bereiten Tönnies und seine Mitstreiter um die weiteren Premiumsponsoren wie Veltins, HRS, Stölting und Hagedorn derzeit einen Brandbrief an die Klubführung vor, in dem Vorstandsvorsitzender Matthias Tillmann und Aufsichtsratsboss Axel Hefer zum geschlossenen Rücktritt aufgefordert werden sollen.
Auch Anderbrügge und Neururer sollen dabei sein
Auch ehemalige S04-Akteure wie Ingo Anderbrügge, Ex-Trainer Peter Neururer oder der ehemalige Mannschaftsarzt Armin Langhorst sollen der oppositionellen Gruppe angehören, die die aktuelle S04-Führung um Tillmann und Hefer laut dem Zeitungsbericht stürzen wollen.
Der Zeitung lag sogar ein Textentwurf des vermeintlichen Brandbriefes vor, in dem Langhorst vor allem den geplanten Verkauf der Schalker Catering- und Vermarktungsrechte in deutlichsten Worten kritisiert.
"Jetzt soll auch noch das letzte Tafelsilber verscherbelt werden, um überhaupt liquide zu sein. Sieht so eine Restrukturierung aus? Im Leben nicht! Ihr macht Schalke kaputt!", soll es in dem Schreiben demnach heißen.
Offiziell bestätigt wurde das Bestreben, die Klubführung des FC Schalke geschlossen zum Rücktritt bewegen zu wollen, bisher noch nicht. Klar ist, dass die Unruhe rund um den Tabellen-15. der 2. Bundesliga nach solchen Meldungen nur noch großer werden dürfte.


























