Sportlich läuft es beim FC Bayern derzeit nicht rund. Bei der 0:1-Blamage gegen Werder Bremen am Sonntag wurden zudem Risse zwischen der aktiven Fanszene und Trainer Thomas Tuchel deutlich. Angeblich soll der 50-Jährige bei den Anhängern des deutschen Rekordmeisters ohnehin keinen großen Stein im Brett haben.
Tuchel sei bei den Fans des FC Bayern deutlich weniger beliebt als Vorgänger wie Jupp Heynckes oder Hansi Flick, berichtet "Bild" und schreibt von einem "kühlen Verhältnis".
Demnach kam es bei den Münchner Ultras nicht gut an, als Tuchel nach dem Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim (3:0) zum Bundesliga-Restart den zwölfminütigen Stimmungsboykott in der Allianz Arena kritisierte - und das vor dem Hintergrund des Todes von Vereinsikone Franz Beckenbauer kurz zuvor.
Es werde "mal wieder Zeit für ein Heimspiel mit Enthusiasmus und so weiter", klagte Tuchel. "Franz Beckenbauer hätte es sich sicherlich auch gewünscht, dass es ein Fußballfest von den Rängen wird."
Auf einem Plakat, das die Anhänger in der Südkurve nach 30 gespielten Minuten gegen Werder entrollten, griffen sie diese Kritik des Cheftrainers augenscheinlich auf. "Eine Kurve lebt auch von Protest und Widerstand. Enthusiasmus gibt es nicht auf Knopfdruck!", war darauf zu lesen - ein klarer Seitenhieb gegen Tuchel.
FC Bayern: Spekulationen um Tuchel-Aus
Dem Coach droht also ein weiterer Nebenkriegsschauplatz, der für Unruhe rund um den FC Bayern sorgen könnte.
Nach dem Werder-Debakel machen auch wieder Spekulationen um ein vorzeitiges Aus des früheren BVB-Übungsleiters in München die Runde.
Matthias Brüggelmann, Chefredakteur Sport von "Bild" und "Welt", schrieb in einer Kolumne, Tuchels "Problem" heiße nun Xabi Alonso und bezeichnete den Erfolgscoach von Bayer Leverkusen als möglichen Nachfolger.
Unter Tuchel fehle dem FC Bayern wie bei seinem Vorgänger Julian Nagelsmann "Stabilität und Handschrift", monierte der Journalist. Die Argument für eine Weiterbeschäftigung seien derzeit "überschaubar".

























