Im spanischen Marbella arbeiten die Stars von Borussia Dortmund derzeit daran, für die Bundesliga-Rückrunde in Form zu kommen. Verteidiger Nico Schlotterbeck fordert, dass sich der BVB dann von einer anderen Seite zeigen muss.
"Wir müssen einfach wieder bessere Leistungen bringen. Und ich kann Ihnen sagen: Wir wissen, dass wir in der Bringschuld sind und liefern müssen", stellte der Innenverteidiger im Interview mit der "WAZ" klar.
Zu glauben, dass die Borussia wie in den letzten Jahren ein Anrecht auf eine Aufholjagd in der Rückrunde habe, sei der völlig falsche Ansatz. "Das wäre definitiv zu einfach. So naiv ist bei uns aber auch niemand", erklärte Schlotterbeck.
Stattdessen könne nur harte Arbeit dazu führen, dass man die sportlichen Ziele letztlich erreicht. Eine klare Fehleranalyse nach der verkorksten Halbserie in der Bundesliga falle ihm aber immer noch schwer.
"Eine einfache Erklärung dafür habe ich nicht. Die gibt es glaube ich auch nicht, sonst hätten wir sie schon gefunden. Es kommen einige Faktoren zusammen", so der Nationalspieler.
Schlotterbeck lobt Trainerentscheidung beim BVB
Bei der Fehlersuche sollen seit Anfang Januar auch Sven Bender und Nuri Sahin als zusätzliche Co-Trainer von Edin Terzic helfen. Für Schlotterbeck eine gute Entscheidung.
"Bisher hinterlassen sie einen super Eindruck. Sie übernehmen viele Aufgaben in der Trainingsarbeit, erklären viel und haben sehr große Erfahrung in bestimmten Situationen. Die ersten Tage in der neuen Konstellation machen Lust auf mehr", sagte der 24-Jährige.
In dieser neuen Konstellation will Schlotterbeck in der Rückrunde auch seine persönlichen Ziele vorantreiben. Dazu zählt, sich für einen Platz im Kader für die Heim-EM zu empfehlen.
"Ich möchte es dem Bundestrainer so schwer wie möglich machen, mich nicht mitzunehmen", sagte Schlotterbeck.
Dass er zuletzt gleich zweimal von Julian Nagelsmann nicht nominiert wurde, bringe ihn noch nicht aus der Ruhe.
"Du musst Leistung im Verein bringen – und die war für den Bundestrainer vielleicht zuletzt nicht überzeugend genug. Das akzeptiere ich, aber sehe es gleichzeitig als Ansporn mich weiter zu verbessern. Dann bin ich schon selbstbewusst genug, um zu sagen, dass ich auch wieder im Kreis der Nationalmannschaft dabei sein werde", so seine klare Ansage an Nagelsmann.


























