Die deutschen Biathletinnen haben zum Abschluss des Heim-Weltcups in Oberhof erneut einen Podestplatz verpasst.
Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz, Sophia Schneider und Franziska Preuß kamen in der Staffel über 4x6 Kilometer auf Platz fünf, zum Podest fehlten nach 15 Nachladern und drei Strafrunden fast vier Minuten. Bereits in Hochfilzen hatte die deutsche Frauen-Staffel das Treppchen als Fünfter verfehlt.
Vanessa Voigt ließ bei kniffligen Windverhältnissen mit zwei Nachladern ein kleines Loch reißen, kam als Vierte mit knapp 20 Sekunden Rückstand zum ersten Wechsel. Hettich-Walz büßte mit vier Extrapatronen deutlich ein. Schneider verspielte mit einer Strafrunde und fünf Nachladern die ohnehin nur noch geringen Podestchancen.
"Leider war das Liegendschießen etwas verkorkst und ich konnte nicht so abliefern. Ich hatte nicht so ein schlechtes Gefühl, aber konnte den Wind nicht richtig einschätzen", sagte Schneider, der die drei Nachlader bei schwierigen Bedingungen nicht ausreichten. Sie musste eine Extra-Runde drehen, Teamkollegin Preuß gar zwei.
Preuß konnte bei knackigen minus neun Grad mit ihren Strafrunden als Schlussläuferin keine Ergebniskosmetik betreiben.
Vorne feierte Frankreich (0 Strafrunden+ 12 Nachlader) vor Norwegen (0+10/+9,3 Minuten) und Schweden (1+8/+33,5) den ersten Saisonsieg.
Anders als am Vortag war es an den Strecken am Grenzadler deutlich winterlicher. Der Wind sorgte für Minusgrade und erleichterte den Organisatoren, die aufgrund des starken Niederschlags zuletzt vor großen Herausforderungen gestanden hatten, die Präparation der Loipen. So wurde das große Ziel erreicht. "Wir haben es geschafft, alle sechs Wettbewerbe durchzuführen", sagte der Chef des Organisationskomitees, Bernd Wernicke.
Die nächste Chance in der Staffel gibt es beim kommenden Heim-Weltcup in Ruhpolding am Mittwoch (14:30 Uhr). Dort stehen zudem am Freitag (14:30 Uhr) der Sprint sowie am Sonntag (12:30 Uhr/alles ZDF und Eurosport) die Verfolgung an.