Zehn Jahre nach dem Skiunfall von Michael Schumacher schwelgt Norbert Haug in der Erinnerungen an den siebenmaligen Weltmeister der Formel 1. Dessen Sohn Mick traut er eine große Karriere in der WEC zu.
"Meine persönliche Verbindung zu Michael ist sehr tief gewesen", sagte Haug in einem Interview mit "ntv" und ergänzte: "Michael war immer einer, der nach seinen Leuten geguckt hat, das galt für Timo Glock oder Sebastian Vettel. Er hat ganz viele Weichenstellungen im Team gemacht."
Daher ist sich der 71-Jährige auch sicher, "dass Michael Schumacher ein begnadeter Manager geworden wäre, wenn er die Lust dazu gehabt hätte".
Haug war damals der Motorsportchef von Mercedes, als Schumacher zur Saison 2010 sensationell in die Formel 1 zurückkehrte. Drei Jahre fuhr der siebenmalige Champion für die Silberpfeile, ein weiterer Sieg nach zuvor 91 von 1991 bei Ende 2006 gelang ihm damals nicht.
Unbestritten ist aber Schumachers Aufbauarbeit für Mercedes, das wenig später eine beispiellose Erfolgsära mit Schumachers Nachfolger Lewis Hamilton prägte.
Michael Schumacher "kein Risikofahrer"
Ein gutes Jahr nach Schumachers letztem Formel-1-Rennen am 25. November 2012 war der gebürtige Rheinländer beim Skifahren in den französischen Alpen gestürzt.
"Es ist mehr als fatal, was bei einem harmlosen Skiausflug passiert ist. Es zeigt uns, wie schnell sich die Dinge ändern können", merkte Haug an und betonte, dass Schumacher "kein Risikofahrer" gewesen sei: "Er hat die Dinge allermeistens im Griff gehabt."
Den Wunsch der Familie, den Gesundheitszustand des 54-Jährigen aus der Öffentlichkeit fernzuhalten, respektiert Haug voll und ganz. "Ich bewundere die ganze Familie", so der F1-Veteran.
Mehr dazu:
Schumachers Sohn Mick traut Haug nach dessen Wechsel in die WEC durchaus einiges zu: "Mick hat keine leichte Zeit die letzten zehn Jahre gehabt mit dem Schicksal seines Vaters. Ich glaube, dass sich Mick einen fundamentalen Sockel bauen kann, wenn er sich in der WEC durchsetzt."



