Der Skiunfall von Michael Schumacher jährt sich zum zehnten Mal. Formel-1-Experte Felix Görner erinnert sich an den Schicksalstag zurück und schätzt den Gesundheitszustand des 54-Jährigen ein.
"Wenn ich daran denke, habe ich einen Kloß im Hals", blickte Görner bei "ntv" auf den Unfall zurück und ergänzte: "Der Tag war eine Zeitenwende. Wenn man jemanden 30 Jahre lang kennt und dann so etwas passiert, dann ist das wie aus dem Leben gerissen."
Nachdem der Skiunfall veröffentlicht wurde, sei man zunächst von "einer Petitesse, einer Kleinigkeit" ausgegangen, so Görner weiter: "Im Laufe des Tages verdichteten sich die Anzeichen, dass es sehr, sehr ernst ist."
Michael Schumacher war am 29. Dezember 2013 bei einem Ski-Urlaub in den französischen Alpen heftig gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Tagelang kämpfte der heute 54-Jährige um sein Leben. Seitdem tauchte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister nicht mehr in der Öffentlichkeit auf.
Schumacher "ein pflegebedürftiger Mensch"
Auch zehn Jahre nach dem Unfall ist nur wenig über den Gesundheitszustand von Schumacher bekannt. "Positiv müssen wir sagen: Michael hat das Ganze überlebt. Negativ müssen wir sagen: In welchem Zustand ist er letztendlich? Er ist ein pflegebedürftiger Mensch, der auf Ärzte und auf Pfleger angewiesen ist", sagte Görner.
Dass Sohn Mick Schumacher zuletzt betont hat, er würde alles dafür geben, um sich mit seinem Vater über die Formel 1 auszutauschen und sich Tipps holen zu können, spricht laut dem F1-Experten Bände: "Das sind die klarsten Sätze, die den Zustand von Michael beschreiben. Er ist ein trauriger Zustand."
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Die Abschirmung der Öffentlichkeit hält Görner für richtig. "Man handelt im Sinne von Michael", hob der 57-Jährige hervor.
Die Familie haben einen Kreis der Vertrauten geschlossen: "Jeder, der sich nicht an eine Verschwiegenheit hält, gehört nicht zu diesem Kreis. Deswegen ist der Kreis klein, es sind maximal 20 Menschen, die überhaupt rangelassen werden."



