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Predictions zur NFL Week 16

49ers schlagen Ravens in Super-Bowl-Preview

Die San Francisco 49ers sind aktuell das wohl beste Team der NFL
Die San Francisco 49ers sind aktuell das wohl beste Team der NFL
Foto: © IMAGO/Joe Camporeale
21. Dezember 2023, 12:26
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Weihnachten steht vor der Tür und die NFL legt uns in Woche 16 gleich mehrere sagenhafte Geschenke unter den Baum. Die Buccaneers siegen im Florida-Showdown, die Dolphins gewinnen den Cupcake Bowl und die Seahawks bestätigen ihren Überraschungserfolg über Philly. Zudem geht eine wahre Super-Bowl-Preview an die San Francisco 49ers.

Das sind die Predictions von sport.de-Redakteur Marcus Blumberg (Vorwoche: 8-8, Gesamt: 131-93):

NFL Predictions Week 16

Ausgewählte NFL-Spiele am Sonntagabend begleitet sport.de ab 19 Uhr im Liveticker!

New Orleans Saints (7-7) @ Los Angeles Rams (7-7) (Fr., 2:15 Uhr)

Die Weihnachtswoche beginnt mit einem direkten Duell um die Playoffs. Beide Teams sehe ich insgesamt etwa auf Augenhöhe, doch die Rams spielen zuhause, haben den besseren Quarterback und bessere Receiver. Zudem wäre ein dritter Sieg der Saints nacheinander ein Novum in dieser Saison. Und das auch noch auswärts - das klingt dann doch unwahrscheinlich.

Tipp: Saints @ Rams 20:23

Cincinnati Bengals (8-6) @ Pittsburgh Steelers (7-7) (Sa., 22:30 Uhr)

Am Tag vor Heiligabend soll nun also Rudolph den Karren aus dem Dreck ziehen aus Steelers-Sicht. Ein frommer Wunsch, zumal dieser Rudolph wohl nicht mal eine rote Nase hat. Doch selbst mit wäre ich nicht überzeugt, dass dieser erneute Quarterback-Wechsel den gewünschten Effekt haben wird. Die Offense der Steelers wirkt fundamental kaputt und der zweite Backup-QB dürfte daran wenig ändern.

Auf der Gegenseite haben sich die Bengals mit Jake Browning eingegroovt und zuletzt drei Siege am Stück eingefahren. Ich bin von ihrem derzeitigen extremen Kurzpassspiel zwar immer noch nicht vollends überzeugt, doch ist es effizient und da vom Gegner offensiv nicht viel Gegenwehr zu erwarten ist, sieht das hier wie ein Auswärtssieg aus.

Tipp: Bengals @ Steelers 23:17

Buffalo Bills (8-6) @ Los Angeles Chargers (5-9) (So., 2 Uhr)

Dieses Spiel hätte ein echter Kracher werden können. Allen gegen Herbert, zwei Top-Teams im Kampf um die besten Plätze im Playoff-Seeding ... doch in Wahrheit arbeiten die Bills gerade daran, ihre Saison nicht vollends vor die Wand zu fahren, während die Chargers den Wand-Part schon erfolgreich vollzogen haben.

Die Bills spielen gerade so gut wie lange nicht und können mit einem weiteren Sieg den Grundstein dafür legen, doch noch die Playoffs zu erreichen. Ihr Run Game war zuletzt äußerst dominant, was auch gegen die Chargers ein gutes Mittel sein dürfte. Durch die Luft haben sie dank Josh Allen ohnehin klare Vorteile, während die eigene Defense zuletzt die Cowboys komplett kalt gestellt hat und Easton Stick gerade unter Druck nicht sonderlich gut aussieht. Das dürfte eine klare Sache werden.

Tipp: Bills @ Chargers 27:16

Indianapolis Colts (8-6) @ Atlanta Falcons (6-8) (Sa., 19 Uhr live auf RTL+)

Heiligabend beschert auch den Falcons offenbar mal wieder einen neuen Quarterback. Allem Anschein nach wird nun wieder Taylor Heinicke ran dürfen, nachdem Desmond Ridder es geschafft hat, einen fast schon klaren Sieg beim Schlusslicht Carolina wegzuwerfen - buchstäblich. Da allerdings selbst Arthur Smiths heiliges Run Game nicht mehr zu funktionieren scheint, wird es allmählich schwierig, sich noch weitere zurechtgewurschtelte Siege der Falcons vorzustellen.

Die Colts wiederum kämpfen sich mit Gardner Minshew an der Spitze von einer Woche zur nächsten, haben zuletzt gegen indisponierte Steelers aber sogar recht ordentlich ausgesehen und überzeugend gewonnen (30:13). Indisponiert können auch die Falcons sein, insofern ist ein Auswärserfolg durchaus denkbar, zumal Atlanta noch keinen von Heinickes Starts in diesem Jahr gewonnen hat.

Tipp: Colts @ Falcons 24:22

Seattle Seahawks (7-7) @ Tennessee Titans (5-9) (So., 19 Uhr)

Der Sieg über die Eagles kam nach vier Pleiten am Stück äußerst überraschend für die Seahawks. Doch er war ein Segen, schließlich ist man nun doch wieder auf Playoff-Kurs. Mit drei Siegen aus den kommenden drei Spielen könnte es für die Wild Card reichen. Und die Gegner sind durchaus überschaubar, angefangen bei den Titans, die vermutlich auf Will Levis mit einer Knöchelverletzung verzichten müssen.

Das ist bitter für Tennessee, das gerade erst auch dank Levis wieder besser in Schwung gekommen war in der Offense. Bei den Seahawks wiederum könnte nun endlich Geno Smith zurückkehren, den allerdings Drew Lock zuletzt adäquat vertreten hat. In jedem Fall reisen die Seahawks mit Selbstvertrauen nach Nashville. Und auch als Favorit.

Tipp: Seahawks @ Titans 23:20

Detroit Lions (10-4) @ Minnesota Vikings (7-7) (So., 19 Uhr)

Die Lions zeigten sich beim Kantersieg über die Broncos am vergangenen Samstag deutlich erholt von ihrer Pleite in Chicago. Und durch diesen Leistungsanstieg reicht ihnen noch ein Sieg, um erstmals überhaupt die NFC North zu gewinnen. Möglich machte dies auch die Niederlage der Vikings in Cincy, bei der Nick Mullens unterm Strich ein ordentliches Debüt hinlegte, aber letztlich dann doch für zu viele Fehler bestraft wurde.

Mit Mullens auf dem Platz sind die Vikings aber immerhin konkurrenzfähig, was auch in dieser Woche wieder ersichtlich werden dürfte. Am Ende wird es nicht reichen, wenn die Lions Normalform an den Tag legen. Ob das aber so sein wird, bleibt spannend zu sehen. Dennoch tippe ich auch hier auf einen Auswärtserfolg.

Tipp: Lions @ Vikings 27:24

Washington Commanders (4-10) @ New York Jets (5-9) (So., 19 Uhr)

Hier geht es bis auf die Draftposition um rein gar nichts. Die Commanders reisen mit fünf Pleiten am Stück an, die Jets haben bis auf ihren überraschenden Sieg gegen Houston in Woche 14 sechs ihrer letzten sieben Spiele verloren. Und sie bangen um Zach Wilson, der sich eine Gehirnerschütterung beim Shutout in Miami zugezogen hat. Im Zweifel müsste wieder Trevor Siemian ran.

Beide Teams sind desaströs, doch vor allem die Formkurve der Washington-Defense lässt vermuten, dass hier durchaus was drin ist für Gang Green vor heimischer Kulisse.

Tipp: Commanders @ Jets 13:17

Green Bay Packers (6-8) @ Carolina Panthers (2-12) (So., 19 Uhr)

Was braucht es für einen Sieg der Panthers dieser Tage? Ein indisponierter Gegner, der ein Spiel auch noch aktiv wegwirft, scheint zu helfen. Ridder und die Falcons zeigten dies kürzlich eindrucksvoll. So viel Geberlaune erwarte ich von Jordan Love und Co. allerdings nicht, auch wenn auch die Packers zuletzt nicht mehr in Form waren.

Tipp: Packers @ Panthers 20:16

Cleveland Browns (9-5) @ Houston Texans (8-6) (So., 19 Uhr live auf RTL)

Beide wollen noch in die Playoffs und sollten daher besser gewinnen. Bei den Texans droht der Ausfall von C.J. Stroud, der sich immer noch im Concussion Protocol befindet. Doch Case Keenum zeigte zuletzt, dass er durchaus ein "Baller" ist, wenn es eng wird. 

Bei den Browns wiederum brauchte es schon ein wenig Glück gegen die Bears. Glück, dass drei Interceptions von Joe Flacco nicht bestraft wurden. Und Glück, dass der Hail Mary am Ende Darnell Mooney aus den Armen geglitten ist. Ob man so viel Glück zweimal nacheinander haben wird?

Letztlich wird dies ein hart umkämpftes Duell, in dem ich aufs Heimteam setze, weil die Formkurve der Browns-Offense zuletzt eher gen Süden ging und man auswärts bislang im Nachteil war.

Tipp: Browns @ Texans 17:20

Jacksonville Jaguars (8-6) @ Tampa Bay Buccaneers (7-7) (So., 22:05 Uhr)

Die Jaguars haben zuletzt drei Pleiten in Serie kassiert und damit ihre gute Ausgangsposition in der AFC South fast komplett weggeworfen. Die Bucs wiederum blicken auf drei Siege am Stück zurück und schlugen zuletzt sogar die Packers ziemlich deutlich. Besonders Baker Mayfield spielt derzeit groß auf, was man von Trevor Lawrence nicht unbedingt sagen kann.

Vor ein paar Wochen noch hätte ich dieses Spiel für eine klare Angelegenheit gehalten, doch durch die Art und Weise, wie sich die Bucs derzeit auf beiden Seiten des Balls präsentieren, sind sie durchaus konkurrenzfähig. Hinzu kommt, dass Lawrence weiterhin von seiner Knöchelverletzung behindert wird und unter Druck gar nicht mal so gut spielt. Daher bin ich auch hier bei einem Heimsieg.

Tipp: Jaguars @ Buccaneers 22:24

Arizona Cardinals (3-11) @ Chicago Bears (5-9) (So., 22:25 Uhr)

Die Cardinals sind weiterhin in den meisten Spielen konkurrenzfähig und das dürften auch die Bears zu spüren bekommen, für die gegen die Browns zuletzt durchaus mehr drin gewesen wäre. Doch was heißt das nun im Duell dieser beiden Teams, für die es eigentlich um nicht mehr viel geht? Wir dürfen auf einen offenen Schlagabtausch hoffen, so viel scheint klar. Am Ende gewinnt dann das Team, das vielleicht ein Play mehr macht. Und hier könnte Justin Fields mit seinen Receivern leicht im Vorteil sein.

Tipp: Cardinals @ Bears 24:27

Dallas Cowboys (10-4) @ Miami Dolphins (10-4) (So., 22:25 Uhr live auf RTL)

Das Highlight an Heiligabend steigt in Südflorida. Die Dolphins laden die Cowboys zum Cupcake Bowl, wie es ein amerikanischer Kollege so treffend formulierte. Es wird das erste Duell zweier Teams, die zusammen mindestens 20 Siege auf dem Konto haben, aber nur ein oder weniger Spiele gegen Teams mit positiver Bilanz gewonnen haben. Insgesamt sind beide 1-6 gegen Teams über .500!

Diesen neuralgischen Sieg fuhren die Cowboys in Woche 14 gegen die Eagles ein, eine Woche später kamen sie dann in Buffalo unter die Räder, laut Jerry Jones aus aufgrund des Wetters. Letzteres sollte in Miami kein Problem sein. Allerdings haben die Cowboys auch eine negative Auswärtsbilanz (3-4), was erschwerend hinzu kommt. Die Dolphins wiederum zerstörten die Jets ohne Tyreek Hill. Aber das waren eben die Jets.

Nimmt man alles zusammen, dann sind die Dolphins aber ohnehin besser positioniert für dieses Duell, denn sie haben den ultimativen Equalizer für den High-Speed-Pass-Rush der Gäste: Tua Tagovailoa wird den Ball extrem schnell los. Gegen die Jets brauchte er im Schnitt nur 2,14 Sekunden zum Passen, in der Saison sind es in der Regel 2,34 Sekunden. Gelingt das auch gegen die Cowboys, werden Micah Parsons und Co. kaum Zugriff haben. Und dann wird es schwer, die Offense der Dolphins zu stoppen.

Auf der anderen Seite wiederum dürfen wir uns aufs Duell zwischen Cornerback Jalen Ramsey und CeeDee Lamb freuen. Ramsey hat in dieser Saison in Coerage erst elf Receptions für 152 Yards und keinen Touchdown in sieben Spielen zugelassen. Das Passer Rating in seine Richtung? 19,9! 

Tipp: Cowboys @ Dolphins 31:33

New England Patriots (3-11) @ Denver Broncos (7-7) (Mo., 2:15 Uhr)

Im "Holiday Classic" blicken wir mal wieder mit Spannung darauf, ob Bailey Zappe und seine Offense vielleicht dieses Mal mehr als eine Halbzeit an kompetentem Football auf die Beine stellen können. Die Indizien sprechen eher dagegen, zumal man Guard Cole Strange mit einer Knieverletzung verloren hat, was die ohnehin schwache Unit nochmal gewaltig schwächt.

Die Broncos wiederum schluderten in Detroit gewaltig, haben aber immer noch Chancen auf die Playoffs und spielten bis Woche 15 und 13 (Pleite in Houston) durchaus ansprechend auf beiden Seiten des Balls. Sie werden gegen die starke Run Defense New Englands eher aufs Passspiel setzen müssen, haben aber mit Russell Wilson und seiner Mobilität auch eine Trumpfkarte, denn so gut Belichicks Defenses auch sind, gegen mobile QBs haben sie meist Probleme.

Tipp: Patriots @ Broncos 16:23

Las Vegas Raiders (6-8) @ Kansas City Chiefs (9-5) (Mo., 19 Uhr)

Die Chiefs tun sich seit Wochen schwer und sind weit von ihrer Topform entfernt. Die Raiders wiederum explodierten förmlich beim 63:21-Erfolg über die Chargers. Doch was ziehen wir nun aus den jeweiligen Trends? Erstmal nichts, denn grundlegend sind die Chiefs immer noch besser als die Raiders, die zuvor größtenteils blamabel auftraten, gerade offensiv. Und sie verloren bereits das erste Duell mit KC deutlich, was wir uns hier nicht verkünsteln sollten mit hochtrabenden Prognosen.

Tipp: Raiders @ Chiefs 17:27

New York Giants (5-9) @ Philadelphia Eagles (10-4) (Mo., 22:30 Uhr)

Wir müssen uns wohl langsam damit anfreunden, dass die Eagles 2023 nur ein Papiertiger sind. Die letzten drei Pleiten am Stück, die bis auf die unglückliche Vorstellung in Seattle ziemlich deutlich waren, zeigten deutlich, wo die Reise hingeht. Und dennoch können sie mit drei Siegen gegen drei schwache Teams immer noch aus eigener Kraft erneut die NFC East gewinnen.

Los geht es gegen die Giants, denen die DeVito-Magic ausgegangen zu sein scheint. Gegen die Saints gelangen nur sechs magere Punkte und auch gegen die Eagles, noch dazu in Philly, wird wohl auch nicht wahnsinnig vielmehr drin sein.

Tipp: Giants @ Eagles 10:31

Baltimore Ravens (11-3) @ San Francisco 49ers (11-3) (Di., 2:15 Uhr)

Das Beste kommt an diesem Weihnachtstag ganz zum Schluss. Uns steht eine mögliche Super-Bowl-Preview ins Haus mit den derzeitigen Top-Seeds der jeweiligen Conference. Wer da nicht einschaltet, hat den Football nie geliebt!

Ich bin echt tierisch gespannt auf diesen Vergleich, denn obwohl beide bei elf Siegen stehen und auch nach Expected Wins/Losses ("Pro Football Reference") ungefähr dort stehen sollten, ziehen beide Teams grundlegend andere Spiele auf. Bei den 49ers läuft es derzeit wie aus einem Guss. Ein Rädchen fasst ins andere und Brock Purdy in MVP-Form spielt so effizient wie kaum ein anderer Quarterback, der seine hochklassigen Playmaker perfekt in Szene setzt in einem grandiosen Scheme.

Die Ravens wiederum betreiben mehr Aufwand und müssen sich zwangsläufig mehr auf Lamar Jackson und dessen individuellen Qualitäten verlassen. Weder Scheme noch die Receiver bringen annähernd so viel mit wie das beim Gegner der Fall ist. Das Ergebnis ist unterm Strich bislang das Gleiche gewesen, zumal die Defense der Ravens nochmal etwas besser scheint als die der Niners. 

Was für mich aber am Ende für die Niners spricht, ist die Tatsache, dass sie in dieser Saison schon mehrfach sehr stabil standen gegen mobile Quarterbacks. Zudem liegen sie in allen Metriken klar vor Baltimore, was diese Ratings-Modelle wie DVOA, FPI oder auch EPA/Play auf die ultimative Probe stellt.

Tipp: Ravens @ 49ers 27:31

Marcus Blumberg

New England Patriots
New England Patriots
Patriots
0
Seattle Seahawks
Seattle Seahawks
Seahawks
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00:30
Mo, 09.02.
vollständiger Spielplan

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