Obwohl er am Samstag das einzige Tor für seine Farben schoss, erwischte Joshua Kimmich beim krachenden 1:5 des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt einen rabenschwarzen Tag. Der frühere Münchner Lothar Matthäus zählt den Mittelfeldmann an.
"Es sind viele Spieler bei Bayern München, die mit sich selbst Probleme haben", erklärte der deutsche Rekordnationalspieler am Sonntagabend in der Talksendung "Sky90".
Einer davon sei Joshua Kimmich. "Er hat in den letzten zwei Jahren richtig auf die Fresse bekommen - auch von uns. Weil er eben nicht die Leistung gebracht hat, die wir von ihm erwartet haben", gab Matthäus zu bedenken.
Der 62-Jährige ist überrascht, wie sehr sich Bayerns Allrounder zurückgezogen hat. "Kimmich ist ja eigentlich immer jemanden gewesen, der auch nach verlorenen Spielen seine Meinung klar und deutlich vor der Kamera gesagt hat", so Matthäus.
Das sei mittlerweile grundlegend anders: "Er versteckt sich. Nicht nur auf dem Platz ist er nicht mehr so präsent, auch nach dem Spiel ist er nicht mehr so präsent."
Beim Debakel in Frankfurt hatten Kimmichs Aussetzer mehrere Großchancen des Gegners eingeleitet. Von sport.de erhielt der 28-Jährige dafür die Horror-Note 5,5. "Die letzten Monate haben Spuren hinterlassen", mutmaßte Matthäus.
FC Bayern: Hat Tuchel Kimmich verunsichert?
Für Kimmichs dramatischen Formverfall macht Matthäus auch Trainer Thomas Tuchel verantwortlich. Im Sommer hatte der Nachfolger von Julian Nagelsmann einen anderen Spieler für das defensive Mittelfeld gefordert.
"Die Aussagen mit der Holding Six und 'Ich brauchte einen Neuen auf der Kimmich-Position, weil ich ihn ganz woanders sehe' waren natürlich auch nicht fördernd, um Kimmich psychologisch zu stärken", stellte Matthäus klar.
Schon öfter wurde über eine Rückversetzung des DFB-Stars auf die rechte Außenbahn diskutiert. Tuchel bietet Kimmich jedoch meist in der Schaltzentrale auf.




























