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Elf Kandidaten und nur drei sichere EM-Tickets

"Borussia Deutschland": Wird der BVB-Plan zum Flop?

Elf BVB-Stars wollen mit der Nationalmannschaft zur EM - ihre Chancen sind unterschiedlich
Elf BVB-Stars wollen mit der Nationalmannschaft zur EM - ihre Chancen sind unterschiedlich
Foto: © IMAGO/nordphoto GmbH / Christian Schulze
16. November 2023, 17:36
sport.de
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In den vergangenen Jahren soll der BVB versucht haben, durch gezielte Transfers von aktuellen oder voraussichtlich kommenden DFB-Auswahlspielern zu "Borussia Deutschland" zu werden und sein Standing so zu verbessern. Knapp sieben Monate vor Beginn der Heim-EM hat das Dortmunder Nationalmannschaftsprojekt beim Bundestrainer jedoch kaum Anklang gefunden.

Für die anstehenden Tests gegen die Türkei und Österreich hat Julian Nagelsmann immerhin fünf BVB-Stars nominiert, von denen nach Felix Nmechas verletzungsbedingter Absage allerdings nur vier zum DFB-Tross reisten: Mats Hummels, Niklas Süle, Julian Brandt und Niclas Füllkrug.

Neben Nmecha fehlten gleich sechs weitere deutsche Borussia-Profis mit Länderspiel-Erfahrung im DFB-Aufgebot - teils aufgrund von Blessuren, teils aber auch aus Formgründen.

Ein genauerer Blick auf die elf Kandidaten verrät, dass der schwarz-gelbe Plan für die Nationalmannschaft bislang kaum aufgegangen ist.

Mats Hummels (34, Abwehr, 77 Länderspiele): Der Routinier mit On-Off-Beziehung zum DFB genießt das Vertrauen von Julian Nagelsmann, ein Kaderplatz bei der Heim-EM ist zum Greifen nah. Bleibt er fit, stehen auch Hummels' Startelf-Chancen nicht schlecht.

Nico Schlotterbeck (23, Abwehr, elf Länderspiele): Viel zu unbeständig. Die Unkonzentriertheiten im Verein kosteten den Linksfuß, der auch im DFB-Dress bislang kaum überzeugen konnte, nun schon zum zweiten Mal in Folge die Nominierung. Schlotterbeck kann für den EM-Sommer wohl schon bald Urlaub buchen.

Niklas Süle (28, Abwehr, 49 Länderspiele): Nagelsmann kennt den wankelmütigen Defensiv-Koloss aus gemeinsamen Zeiten in Hoffenheim und München bestens. Beim BVB pendelte Süle zuletzt jedoch zwischen Anfangsformation und Bank. Sollte er zum EM-Aufgebot gehören, dann aber wohl als Notnagel für die Außenbahn.

Marius Wolf (28, Abwehr, fünf Länderspiele): Spätberufen, erst im März feierte der Allrounder sein Debüt in der A-Auswahl. Bei allem Einsatz sind seine taktischen und technischen Schwächen allerdings unübersehbar. Auch Edin Terzic setzte in den letzten Begegnungen kaum noch auf den formschwachen Wolf. Schwer vorstellbar, dass Nagelsmann nach zweimaligem Verzicht demnächst umschwenkt.

Emre Can (29, Mittelfeld, 43 Länderspiele): Seine Zeit als Standby-Nationalspieler endete im Frühjahr, als er nach einer Top-Rückserie in Dortmund auch im DFB-Team plötzlich zur Startelf zählte. Nach der Trennung von Bundestrainer Hansi Flick fehlt Can aber ein wichtiger Fürsprecher. Dass er nun seine zweite Länderspielphase in Folge verletzt verpasst, ist seinen EM-Hoffnungen nicht zuträglich. Doch selbst wenn er für das Heim-Turnier nominiert werden sollte, dann wohl höchstens als Backup.

Felix Nmecha (23, Mittelfeld, ein Länderspiel): In Fankreisen wurde sein erstaunlich teurer Wechsel nach Dortmund mit viel Skepsis aufgenommen. Trotz einiger Lichtblicke hat Nmecha die Zweifler bislang nicht vollends überzeugen können. Nagelsmann wollte ihn dennoch im DFB-Team testen, dann kamen Hüftprobleme dazwischen. Ob's am Ende für die EM reichen wird? Durchaus fraglich.

Julian Brandt (27, Mittelfeld, 45 Länderspiele): Einer der wenigen relativ konstanten Akteure beim BVB, schon jetzt steht er bei sechs Toren und fünf Vorlagen in 16 Saison-Einsätzen. Bei der Europameisterschaft im eigenen Land wird Brandt ziemlich sicher zum deutschen Kader zählen, ein Stammplatz ist indes nicht in Sicht.

Marco Reus (34, Mittelfeld/Angriff, 48 Länderspiele): Unlängst betonte der BVB-Routinier in einem Interview, mit der Nationalmannschaft noch nicht abgeschlossen zu haben. Sein letzter Einsatz ist jedoch schon zwei Jahre her. Reus' Leistungen in den letzten Wochen waren solide - nicht mehr, nicht weniger. Voraussichtlich wird Nagelsmann bei der EM auf jüngere Spieler setzen.

Karim Adeyemi (21, Angriff, vier Länderspiele): Das große Sorgenkind der Borussia. Adeyemi hat seine brillante Form aus der vergangenen Rückrunde komplett verloren, ist unter Terzic nur noch Edeljoker. Seine Ausbeute 2023/2024: 13 Einsätze, null Tore, zwei Vorlagen. Dass er nun einem Bericht zufolge keine Lust hatte, zur deutschen U21 zu reisen, passt ins zunehmend schludrige Bild. Nagelsmann soll darüber verstimmt gewesen sein, die EM-Chancen sinken rapide.

Niclas Füllkrug (30, Angriff, elf Länderspiele): Mangels Konkurrenz ist der BVB-Neuzugang in der Nationalmannschaft gesetzt, seine Quote bislang gut. Bei seinem neuen Arbeitgeber hat der Neuner allerdings noch mit Anpassungsproblemen zu kämpfen. Trotzdem hat Füllkrug von allen deutschen Dortmund-Profis die besten Aussichten auf einen EM-Stammplatz.

Youssoufa Moukoko (18, Angriff, zwei Länderspiele): Der Hype um den Teenager ist etwas abgeflaut, Moukoko kickt nach seiner überraschenden WM-Teilnahme in Katar mittlerweile wieder in der deutschen U21. Beim BVB ist der Angreifer aber nur zweite oder dritte Wahl, der nächste Entwicklungsschritt lässt seit einer Weile auf sich warten. Bis zur nächsten Bewährungsprobe in der A-Nationalmannschaft dürfte es noch ein wenig dauern.

In der Summe haben also nur drei schwarz-gelbe DFB-Kandidaten (Hummels, Brandt, Füllkrug) das EM-Ticket dicht vor Augen, der Rest zittert oder ist nahezu chancenlos. Stand jetzt scheint der BVB-Plan von einem "Borussia Deutschland" nicht aufzugehen.

Heiko Lütkehus

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