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Fahrer-Rochade?

Exklusiv: Team-CEO spricht Klartext zu Perez und Ricciardo

Video: AlphaTauri-Boss: Das macht Ricciardo aus
10. November 2023, 18:53
sport.de
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Die Zukunft von Sergio Perez beim Formel-1-Team Red Bull stand in diesem Jahr trotz Vertrages bis 2024 auf der Kippe. Gerüchte schossen immer wieder durchs Paddock. Der Team-CEO vom Schwesterteam nimmt im sport.de-Interview Stellung. 

In dieser Formel-1-Saison reißt die Kritik an Red-Bull-Pilot Sergio Perez nicht ab. Immer wieder steht der Mexikaner nach den Rennen im Fokus – oft wegen eigener Fehler. Aber eben auch, weil sein Teamkollege Max Verstappen derart dominiert, dass einem schwindelig werden kann.

Genau das ist das Problem für Perez, glaubt auch der CEO vom "Bullen"-Juniorteam AlphaTauri. Die "schiere Gewalt", nennt es Peter Bayer im exklusiven Interview mit sport.de und RTL/ntv.

Der Weltmeister habe "ein Selbstvertrauen, wie ich es bei keinem anderen Fahrer sehe. Er hat so einen Fokus auch auf dieses Racing. Ganz ehrlich, den interessiert überhaupt nichts von dem ganzen Zinnober drumherum. Der kommt in der Frühe rein, arbeitet den ganzen Tag, geht nach Hause, legt sich ins Bett. Also das ist eine Racing Machine, eine Rennmaschine."

Der Niederländer bewege mit seinem Fokus und der Erfahrung den Red-Bull-Boliden aktuell mit einer "Eleganz und Kraft", die einfach beeindruckend sei.

Formel 1: Verstappen-Dominanz erdrückt Perez

Als normalsterblicher Fahrer wie Sergio Perez kann man da im Vergleich fast nur abfallen. "Es ist ganz schwierig, neben so einen Topfahrer dann als Zweiter im Team mitzuhalten. Man darf ja nicht vergessen, dass Sergio aktuell immer noch Zweiter in der Weltmeisterschaft ist", verteidigt Bayer den 33-Jährigen.

"Also es ist ja nicht so, dass er irgendwo auf Platz zehn oder zwölf liegt." Insgesamt attestiert er dem Weltmeister-Wingman einen "super Job" trotz der Diskrepanz zu Verstappen. "Ich wäre froh, ganz ehrlich, hätte ich einen Fahrer auf P2, den ich kritisieren könnte", sagt Bayer und lacht. Allerdings liegt der letzte Podiumsplatz von Perez schon sieben Rennen (GP von Italien) zurück.

Red-Bull-Erfahrung hat auch AlphaTauri-Routinier Daniel Ricciardo, der im Sommer den glücklosen Rookie Nyck De Vries ersetzte und das Team laut dem Teamboss seitdem mit enormer Erfahrung bereichert. Wie groß ist die Angst bei AlphaTauri, dass ihn das große Schwesterteam plötzlich abzieht?

Bayer spricht Klartext: "Wir haben ein Agreement, laut dem relativ klar ist, dass Daniel nächstes Jahr bei uns fahren wird. Daniel und Yuki Tsunoda sind unsere beiden Fahrer für 2024. Und ich gehe jetzt heute auch davon aus, dass Sergio den Red Bull nächstes Jahr fahren wird."

Bayer nennt wichtige Einschränkung

Dann folgt die Einschränkung. "Natürlich, das braucht man nicht verstecken, die Formel 1 ist vermutlich die Quintessenz ,die pure Definition von Wettbewerb. Sagen wir so: Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass die Fahrerpaarung am Anfang der Saison so sein wird, wie eben angekündigt: Daniel Ricciardo und Yuki Tsunoda.

Aber: "Sollte es bis zur Sommerpause massive Performanceprobleme bei einem der beiden Teams geben, glaube ich, kann man auch davon ausgehen, dass wir wieder reagieren werden, so wie wir es dieses Jahr gemacht haben."

Heißt: Nicht ausgeschlossen, dass Ricciardo 2024 zu Red Bull abgezogen wird, wenn Perez weiter größere Probleme haben sollte.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

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