Service-Trucks im Biathlon-Weltcup sind bei den Top-Nationen längst zum Standard geworden, können die Techniker ihre Athletinnen und Athleten dadurch doch viel schneller und effektiver ausstatten. Die italienischen Skijäger haben nun nachgezogen.
Upgrade für den italienischen Biathlon-Verband: Zum Weltcup-Beginn am 25. November in Östersund steht dem Team erstmals ein Truck zur Verfügung, in dem die Techniker künftig die Skier für die Loipe präparieren können.
Die Top-Nationen aus Norwegen und Schweden besitzen schon seit längere Zeit solche Service-Trucks. Immer wieder wird aufgerüstet, um womöglich einen weiteren Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu besitzen.
Für den vermeintlichen Vorsprung muss jedoch viel Geld in die Hand genommen werden. "Der Neuwert liegt bei rund einer halben Million Euro", verriet Italiens Wintersport-Verbandschef Klaus Höllrigl gegenüber "SportNews.bz". So viel hat der Verband für sein Gefährt aber nicht bezahlt: "Unser Truck wurde in Vergangenheit bereits von den Schweden genutzt, deshalb haben wir ihn deutlich günstiger bekommen."
Biathlon-Chef will Ankauf "nicht überbewerten"
Die Schweden hatten vor rund einem Jahr aufgerüstet und einen ultramodernen Wachstruck angeschafft. Der ausrangierte Wagen fand nun einen neuen Besitzer. Ermöglicht worden sei der Ankauf durch finanzielle Unterstützung des Wintersportverbands FISI sowie dank der Unterstützung mit dem Bozner Logistikunternehmen Fercam.
Ausgestattet ist der neue italienische Sattelschlepper mit einem "Umkleideraum für die Serviceleute", zudem bietet er insgesamt sechs Arbeitsplätze und "Stauraum für rund 200 Paar Ski". Der Vorteil liegt auf der Hand: "Künftig brauchen wir nicht mehr bis zu vier Stunden, um unseren Skiraum in den üblichen Containern einzurichten, sondern einen Bruchteil davon. Rund eine Viertelstunde nach getaner Arbeit ist das Ding startklar."
Höllrigl relativierte zugleich: "Klar freuen wir uns darauf. Doch man darf das auch nicht überbewerten. Andere Nationen, von Tschechien bis rauf in die skandinavischen Länder, verwenden bereits so einen Lkw. Wir gehen nur mit der Zeit und wollen unseren Servicemännern die bestmöglichen Arbeitsbedingungen schaffen."



