Bayer Leverkusen liegt auch nach dem achten Spieltag an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Der 2:1 (1:1)-Erfolg beim VfL Wolfsburg war hart erkämpft.
Als der erlösende Schlusspfiff ertönte, pustete Xabi Alonso erst einmal tief durch. Der siebte Sieg im achten Saisonspiel von Bayer Leverkusen hing bei einer Doppelchance von Jonas Wind in der Nachspielzeit am seidenen Faden, doch am Ende zeigte der spanische Trainer nach dem 2:1 (1:1) beim VfL Wolfsburg die Siegerfaust. Leverkusen führt die Fußball-Bundesliga weiter an, auch wenn die Werkself weniger Glanz verbreitete als zuletzt.
"Nach der Führung wurden wir schlechter, es gab zu viele Fehler. In der zweiten Halbzeit haben wir eine Reaktion gezeigt und verdient gewonnen", sagte der Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka bei "Sky".
Jeremie Frimpong (13.) und Alejandro Grimaldo (62.) trafen für die Gäste, für Wolfsburg war der zwischenzeitliche Ausgleich von Maxence Lacroix (41.) zu wenig.
Bayer Leverkusen bleibt Team der Stunde
Leverkusen bleibt weiter ungeschlagen und das Team der Stunde, fünfmal Tabellenführer an den ersten acht Spieltagen war der Klub zuvor noch nie gewesen. Damit geht Bayer mit viel Selbstvertrauen in die nächsten anstrengenden drei Wochen, in denen sechs Spiele auf dem Programm stehen. Wolfsburg rutschte nach der ersten Heimpleite der Saison ins Mittelfeld ab.
"Es wird eine große Herausforderung", hatte Alonso vor der Partie gesagt - und setzte Florian Wirtz nach den Strapazen auf der USA-Reise mit der Nationalmannschaft zunächst auf die Bank. Aber auch ohne den Edeltechniker, der erst in der 60. Minute eingewechselt wurde, bestimmten die Gäste vor 28.917 Zuschauern erst einmal lange das Geschehen - die Führung durch Frimpong nach einem konsequent geführten Konter war folgerichtig.
Erst danach wachte Wolfsburg auf und hatte eine starke Phase mit zahlreichen Chancen - auch dank einiger Unsicherheiten von Bayer-Keeper Lukas Hradecky. Doch Leverkusen schwächelte nicht lange, meldete sich mit Geduld und Cleverness zurück. Toptorjäger Victor Boniface schlenzte dann aus 17 Metern nur knapp am 2:0 vorbei.
Doch stattdessen stand es dann plötzlich und durchaus überraschend 1:1. Die Bayer-Defensive war bei einer Ecke unsortiert, Lacroix stand richtig und verwandelte humorlos ins lange Eck.
Grimaldo lässt Casteels keine Chance
Es entwickelte sich eine unterhaltsame Partie mit Chancen auf beiden Seiten, weil sich Wolfsburg keineswegs versteckte und ebenso wie Leverkusen den Sieg wollte. Mit Wirtz kam dann sofort neuer Schwung in das Bayer-Spiel, Boniface (61.) vergab noch eine richtig gute Möglichkeit.
Aber Grimaldo ließ kurz danach Pavao Pervan, der Wolfsburgs Stammtorwart Koen Casteels (Entzündung im Bauchbereich) ersetzte, keine Chance. Sein Schuss wurde noch von Maximilian Arnold abgefälscht.
Am Ende parierte Hradecky doppelt gegen Wind - und Alonso durfte jubeln.




























