Die fragwürdigen Aussagen von Red Bulls Motorsportchef Dr. Helmut Marko über Sergio Pérez sorgen weiter für Diskussionen. Der frühere Formel-1-Fahrer und heutige TV-Experte Ralf Schumacher wünscht sich ein Ende der Debatte und springt dem Österreicher zur Seite.
Marko hatte mit Aussagen bei "ServusTV" für Aufsehen gesorgt, als er suggerierte, dass der Mexikaner Pérez nicht konstant performe, weil er "Südamerikaner" und deswegen von Natur aus unkonzentrierter sei.
Zwar entschuldigte sich Marko später dafür, trotzdem wurde er für seine Äußerungen von der FIA offiziell verwarnt.
"Wir haben früher kaum ein Wort miteinander gewechselt. Aber ich kenne ihn, seit ich 16, 17, 18 bin. Und ich muss sagen, eins ist er sicher nicht: Er ist nicht rechts oder irgendwas, sondern er ist ein Mensch, der eine klare Kante hat", erklärte Schumacher nun mit Blick auf Markos Entgleisung gegenüber dem YouTube-Kanal von "Formel1.de".
"Ich bin fest der Überzeugung, dass das nicht rassistisch gemeint war"
Es störe ihn zudem, dass Marko, trotz seiner öffentlichen Stellungnahme sowie seiner Entschuldigung bei Pérez, von einigen Personen "nochmal und nochmal durch den Kakao gezogen" werde, sagte Schumacher.
"Man darf auch verzeihen. Für mich war diese Entschuldigung absolut glaubwürdig. Vor allem, weil ich Helmut kenne", betonte der sechsmalige Grand-Prix-Gewinner. "Ich bin fest der Überzeugung, dass das nicht rassistisch gemeint war."
Formel 1: Mercedes-Teamchef Toto Wolff kritisiert Helmut Marko
Am Rande des Großen Preises von Singapur hatte vor allem Mercedes-Teamchef Toto Wolff Kritik geäußert: "Es geht nicht nur um das, was gesagt wurde, sondern es geht um die Einstellung, die dahintersteckt. Dass man überhaupt auf so etwas kommen kann. Das hat in der Formel 1 keinen Platz."
Marko selbst äußert sich in Singapur nicht. Er gab in keine Interviews und hielt sich seit seinem Auftritt bei "ServusTV" mit weiteren Äußerungen zurück. Aber warum?
"Das nimmt ihn so ein bisschen mit, dass die Leute überhaupt so über ihn denken. Das ist wirklich so, weil Helmut ist ja jemand, der keinem was Böses will. Er haut halt dann und wann einen lockeren, unbedachten Spruch raus, und in der sportlichen Bewertung ist das für seine Fahrer nicht immer leicht", sagte Schumacher.


