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Wüsten-Millionen statt sportliche Ambitionen

Julian Draxlers bemerkenswerter Absturz

Julian Draxler kickt künftig in Katar
Julian Draxler kickt künftig in Katar
Foto: © IMAGO/Jorge Ropero/ Action Plus
19. September 2023, 09:03

Beim FC Schalke 04 galt Julian Draxler einst als eines der größten Talente Europas. Acht Jahre nach seinem Abgang von den Königsblauen wirft er endgültig alle sportlichen Ambitionen über Bord und heuert in Katar an - ein bemerkenswerter Absturz.

Dass sich 2013 anlässlich der damaligen Vertragsverlängerung von Julian Draxler beim FC Schalke 04 mehrere LKW mit dem Konterfei des Profis und der Aufschrift "Julian Draxler: Mit Stolz und Leidenschaft bis 2018" auf den Weg durch Gelsenkirchen und das benachbarte Ruhrgebiet machten, löst dort bis heute Schmunzeln und Kopfschütteln aus.

Draxlers Management hatte die Aktion angeregt, schilderte der frühere S04-Manager Horst Heldt später im "kicker". Man habe "etwas Besonderes" machen wollen, auch Draxler selbst sei von der PR-Maßnahme "begeistert" gewesen.

Zumindest Draxlers Begeisterung für Schalke war zwei Jahre danach aber schon verflogen. Im Sommer 2015 kehrte er seinem Ausbildungsverein den Rücken.

Zu einem Schwergewicht des europäischen Fußballs ging es für den gebürtigen Gladbecker aber nicht. Stattdessen zahlte der VfL Wolfsburg eine Ablöse in Höhe von 43 Millionen Euro an Schalke - und Draxler fortan ein sattes Millionen-Gehalt.

Dritthöchstes Gehalt bei PSG

Geld spielte auch bei seinem nächsten Wechsel nur anderthalb Jahr später eine nicht unwichtige Rolle.

Paris Saint-Germain lockte Draxler mit dem damals angeblich dritthöchsten Salär seines starbesetzten Kaders. Mehr als zehn Millionen Euro schleppte der Offensivspieler angeblich in der französischen Hauptstadt pro Jahr ab - netto, versteht sich.

Zunächst lief es sogar sportlich für Draxler bei PSG. Er gehörte zumindest zur erweiterten Stammbesetzung.

Beim Confed Cup 2017 führt er die deutsche Auswahl als Mannschaftskapitän zum Turniersieg. Auch die Auszeichnung als bester Spieler räumte er ab.

Julian Draxlers Stern beginnt zu sinken

Danach aber ging es bergab für Draxler. Mit PSG sammelte er zwar weiter fleißig Titel, hatte selbst aber immer weniger Anteil daran. Auch im DFB-Team begann der Stern des Weltmeisters von 2014 zu sinken.

Dass der Dauer-Reservist im Mai 2021 seinen Vertrag bei den Franzosen noch einmal bis 2024 verlängerte, war mit sportlichen Gründen kaum zu erklären.

"Für mich hat er aus seinem Talent und seinen Fähigkeiten zu wenig gemacht", kritisierte "Sky"-Experte Dietmar Hamann, als Draxler im Sommer 2022 auf Leihbasis für ein Jahr zu Benfica wechselte - natürlich als Top-Verdiener, nicht nur beim Lissaboner Renommierklub, sondern in der gesamten portugiesischen Liga.

Die beabsichtigte Wirkung, Draxlers Karriere wieder anzukurbeln, verfehlte der Schritt allerdings. Auch verletzungsbedingt absolvierte er lediglich 18 Pflichtspiele (zwei Tore) für Benfica.

Lose Spekulationen über Rückkehr zum FC Schalke 04

Nach der Rückkehr zu PSG wurde schnell klar: Eine Zukunft hat Draxler an der Seine nicht. Lose Spekulationen um einen Neuanfang in der englischen Premier League oder gar eine Rückkehr zu Schalke zerschlugen sich schnell.

Als alle relevanten Transferfenster geschlossen waren, stand der inzwischen 29-Jährige immer noch ohne neuen Klub da - mutmaßlich auch, weil er sich nicht bereit zeigte, von seinen hohen Gehaltsforderungen abzurücken.

Ein Weg, sich über ein finanziell weniger lukratives Engagement in einer von Europas 1b-Ligen wieder für Höheres zu empfehlen, wie ihn beispielsweise Mario Götze ging, kam für Draxler anscheinend nicht in Frage.

Millionenschwerer Wechsel nach Katar

Katar kristallisierte sich zuletzt als ernsthafte (und letzte) Chance für den 58-maligen Nationalspieler auf einen Vereinswechsel heraus.

Am Montag schließlich meldete Al-Ahli Vollzug. Neun Millionen Euro zahlt der Klub aus Doha angeblich für Draxler an PSG - eine vereinsinterne Rekord-Ablöse.

Auch beim Tabellenelften der Qatar Stars League wird Draxler für seinen Zweijahresvertrag ohne Zweifel wieder fürstlich entlohnt. Seine einst so vielversprechende Karriere ist aus sportlicher Sicht damit aber de facto vorbei.

Katar habe im allgemeinen Sport und insbesondere im Fußball einen hervorragenden Ruf, wurde Draxler in einer Klubmitteilung zitiert. Der "deutsche Star" habe nicht gezögert, zu Al-Ahli zu wechseln, heißt es.

Tobias Knoop

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