Aaron Rodgers hat sich bei seinem Debüt für die New York Jets am Montag die Achillessehne gerissen und wird für den Rest der NFL-Saison ausfallen. Von Boomer Esiason ist dennoch kein Mitleid zu erwarten. In seinen Augen habe sich der Neuzugang seine Verletzung schließlich selbst zuzuschreiben.
In seiner Radioshow "Boomer And Gio" zeigte Esiason am Dienstag keinerlei Verständnis dafür, dass Rodgers vor dem Zusammenprall zu Beginn des Spiels so lange mit der Ballabgabe gezögert hat.
"Es ist ein Cut Block. Aaron hat seinen Mann. Er ist weit offen. Wirf einfach! Ich weiß nicht, warum er nicht geworfen hat", klagte Esiason, der von 1993 bis 1995 selbst das Trikot der New York Jets trug.
Bei einem Cut Block zwingen die Offensive Tackle die gegnerischen Edge Rusher im Übrigen, ihre Hände herunterzunehmen, damit der Quarterback einen schnellen Pass in die Mitte oder zur Seite werfen kann.
Dem Signal Caller bleibt in diesem Fall allerdings nur wenig Zeit, da beim Durchkommen eines heranstürmenden Verteidigers entweder ein Hit oder ein Sack droht.
NFL: Esiason vergleicht Aaron Rodgers mit Tom Brady
Am Montag zögerte Rodgers im Spiel gegen die Buffalo Bills (22:16) in der Tat zu lange mit seinem Wurf und wurde deshalb folgenschwer von Leonard Floyd zu Boden gebracht. Ein Fehlverhalten, das Rodgers laut Esiason von einer anderen NFL-Ikone unterscheidet.
"Ich komme auf Tom Brady zu sprechen. Es gibt einen Grund, warum er so lange durchgehalten hat. Er hat einen Spielzug angesagt. Er wusste, wohin er damit wollte, hielt den Ball nicht zu lange fest und hat geworfen", schwärmte der 62-Jährige vom siebenfachen Super-Bowl-Sieger.
Brady hat seine NFL-Karriere, in der er weitestgehend von schweren Verletzungen verschont blieb, im vergangenen Februar im Alter von 45 Jahren beendet. Rodgers begeht im Dezember hingegen erst seinen 40. Ehrentag. Ob er nach seinem Achillessehnenriss noch einmal auf den Rasen zurückkehrt, bleibt zumindest vorerst unklar.







