Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich einem Medienbericht zufolge bei PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi entschuldigt. Hintergrund sind Aussagen von BVB-Finanzchef Thomas Tress, die bei Paris Saint-Germain alles andere als wohlwollend aufgenommen worden sein sollen.
Hans-Joachim Watzke hat nach der jüngsten Sitzung der Europäischen Klubvereinigung (ECA) in Berlin zum Hörer gegriffen und eine Entschuldigung an Nasser Al-Khelaifi von Paris Saint-Germain geschickt. Das berichtet das Portal "The Athletic". Der BVB-Chef wollte mit dem Anruf offenbar verhindern, dass das ansonsten gute Verhältnis zwischen den beiden Klubs Risse erhält.
Grund für die Notwendigkeit einer Entschuldigung hatte dem Bericht zufolge BVB-Finanzchef Thomas Tress gegeben. Tress argumentierte demnach auf der ECA-Sitzung, dass mit dem Verkauf von Superstar Neymar an den saudi-arabischen Klub Al Hilal die Fair-Play-Regularien der UEFA ausgehebelt worden seien. Da die Sitzung hinter verschlossenen Türen stattfand, beruft sich "The Athletic" auf nicht näher genannte Quellen, die im Saal anwesend waren.
Al-Khelaifi wenig begeistert über Aussagen des BVB-Funktionärs
Während PSG in Besitz von Qatar Sports ist, wird Al Hilal vom saudi-arabischen Staatsfond mit Geld versorgt. Einerseits verzerre das saudi-arabische Geld den Transfermarkt, andererseits biete es Klubs wie PSG einen unverhältnismäßigen Ausweg, den Fair-Play-Regeln zu entkommen, lautete Tress' angebliche Argumentation.
Zwar soll Al-Khelaifi nicht persönlich anwesend gewesen sein, als der BVB-Funktionär den Neymar-Deal kritisierte. Im Anschluss soll er den Dortmunder Finanzexperten jedoch zur Rede gestellt haben. Zudem soll er Tress angeraten haben, solche Themen in Zukunft nur im direkten Austausch beider Klubs anzusprechen.
Der Brasilianer Neymar war einst für die Rekordsumme in Höhe von 222 Millionen Euro zu PSG gewechselt. Nun wurde er für immerhin 90 Millionen Euro abgegeben. Auch eine Reihe anderer europäischer Klubs profitierten in diesem Sommer von den Millionenzahlungen aus Saudi-Arabien, insgesamt gab der Staatsfond über 870 Millionen Euro für neue Spieler aus. Dieses Geld konnte letztlich in weitere Millionendeals fließen.




























