Im Sommer 2015 wechselte Sergej Milinkovic-Savic vom KRC Genk zu Lazio Rom, wo er in der Folge schnell zum Leistungsträger avancierte und das Interesse vieler Top-Klubs auf sich zog. Acht Jahre später spielt der Serbe aber immer noch in Rom. Das könnte sich nun ändern.
Unlängst soll Juventus Turin Sergej Milinkovic-Savic prominent auf die Einkaufsliste gesetzt haben. Die Bianconeri sollen versuchen, Weston McKennie, Arthur Melo und Denis Zakaria zu verkaufen, um das nötige Geld für einen Transfer des 28-jährigen Mittelfeldstars zu generieren, hieß es in italienischen Medien.
Haken an der Sache: Neben einer Ablöse in Höhe von 45 Millionen Euro soll demnach auch noch ein sattes Gehalt für Milinkovic-Savic fällig werden. Der serbische Nationalspieler soll derzeit bereits sechs Millionen Euro kassieren, bei einem Wechsel allerdings eine satte Gehaltserhöhung fordern.
Rahmendetails, die Juventus aus dem Poker drängen könnten, für einen anderen vermeintlich interessierten Klub aber wohl nicht einmal eine kleine Hürde darstellen.
Al Hilal aus der saudischen Pro League hat Transfer-Insider Fabrizio Romano zufolge ebenfalls ein Auge auf Milinkovic-Savic geworfen und sich im Werben um den Rechtsfuß mittlerweile zum Favoriten gemausert.
Lazio-Präsident mit Seitenhieb
Mit Lazio soll sich der Klub bereits mündlich auf eine Ablöse in Höhe von etwa 47 Millionen Euro geeinigt haben, von Seiten des Spielers soll es allerdings noch nicht endgültig grünes Licht gegeben haben, so Romano.
Dass Milinkovic-Savic Lazio verlässt, scheint derweil in Stein gemeißelt. Im Gespräch mit "Tag24.it" erklärte Lazio-Präsident Claudio Lotito unlängst. "Der Spieler hat darum gebeten zu gehen, da er seit acht Jahren bei Lazio ist." Es sei kein Problem des Geldes, Milinkovic-Savic strebe schlicht einen "Tapetenwechsel" an. Man habe "bis zum Schluss" versucht, den Vertrag des Stars über den Sommer 2024 hinaus zu verlängern, sei trotz eines verbesserten Angebots aber gescheitert.
Dass es seinen Schützling nach Saudi-Arabien zieht, wollte Lotito nicht bestätigen, wohl aber, dass eine Offerte knapp unter 50 Millionen Euro vorliegt. Einen Seitenhieb konnte sich Lotito allerdings nicht verkneifen: Er wisse nicht, warum Milinkovic-Savic wegwolle, sollte er nach Saudi-Arabien wechseln, sei der "Anreiz aber nur Geld".
Mit Geld hat die saudische Liga in diesem Sommer bereits zahlreiche Stars des Weltfußballs angelockt, das Gros befindet sich allerdings auf der Zielgeraden der Karriere. Jüngster Promi-Neuzugang aus Europa ist bislang der Portugiese Jota (24), der von Celtic zu Al Ittihad wechselte. Zudem holte Al Hilal bereits den 26-Jährigen Ruben Neves von den Wolverhampton Wanderers.
Sollte auch Milinkovic-Savic in der Blüte seines Schaffens nach Saudi-Arabien wechseln, wäre das der nächste ganz große Fingerzeig in Richtung der europäischen Fußball-Elite.




























