Schiedsrichter Sascha Stegemann stand beim Bundesliga-Duell zwischen dem VfL Bochum und Borussia Dortmund im Fokus. Der BVB fühlte sich vom Referee klar benachteiligt. Nun hat sich der Spielleiter zu Wort gemeldet.
Borussia Dortmund kam am Freitagabend nicht über ein 1:1 gegen den VfL Bochum hinaus und droht in der Bundesliga wieder die Tabellenführung an den FC Bayern zu verlieren.
Nach dem Schlusspfiff haderten die Schwarz-Gelben aber vor allem mit Schiedsrichter Stegemann. Schließlich hatte der 38-Jährige in der 65. Minute nicht auf Elfmeter entschieden, nachdem Bochums Danilo Soares den Dortmunder Karim Adeyemi klar im eigenen Strafraum erwischt hatte.
"Nach Betrachten ist es ein Strafstoß in der Situation mit Adeyemi für den BVB. Ich hatte es auf dem Platz allerdings überhaupt nicht so gesehen", reagierte Stegemann am Samstag gegenüber "Bild" auf die Szene.
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"Der Verteidiger hatte ein hohes Tempo und ich war mir sicher, Adeyemi hatte das Bein reingestellt. Der Video-Assistent hat sich die Szene natürlich angeschaut und bewertet. Die Einschätzung war: keine offensichtliche Fehlentscheidung, deshalb gab es auch nicht die Empfehlung, dass ich es mir selbst noch mal anschaue", führte er aus.
"Es war eine sehr, sehr kurze Nacht"
Der BVB ärgerte sich darüber, dass Stegemann nicht zum VAR-Bildschirm ging. "Wenn ich Zweifel an meiner Entscheidung gehabt hätte, dann wäre das eine Option gewesen, ja. Aber die hatte ich in dem Moment nicht. Im Nachhinein muss ich sagen: Ich wäre froh, hätte ich es mir noch mal angeschaut", gestand der Unparteiische.
Der Wirbel am Freitagabend hinterließ bei ihm Spuren. "Ich ärgere mich ungemein, fühle mich beschissen. Es war eine sehr, sehr kurze Nacht, es geht mir nicht gut damit", verriet Stegemann.
Schiedsrichter Stegemann versteht BVB-Frust
BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl, Cheftrainer Edin Terzic sowie Kapitän Marco Reus sollen nach der Begegnung in die Schiedsrichterkabine gegangen sein.
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"Dass dort Emotionen, auch sehr starke, hochkommen, verstehe ich total. Ich bin ja nicht nur Schiri, sondern auch Fußballer", sagte Stegemann über den Unmut des BVB: "Die Dortmunder fühlen sich ungerecht behandelt. Aber ich bitte um Verständnis: Was in der Kabine gesprochen wird und passiert, das bleibt auch in der Kabine. Was ich sagen kann: Terzic und ich sind am Ende im Guten auseinander gegangen."
Wie "Bild" berichtet, soll der Referee dazu keinen Sonderbericht angefertigt haben.



























