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Nach den Zuverlässigkeitsproblemen zum Auftakt

Speed-Sorgen aufgedeckt: Ferrari-Motor nicht runtergeregelt

Ferrari fuhr dem Podium beim Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien hinterher
Ferrari fuhr dem Podium beim Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien hinterher
Foto: © IMAGO
22. März 2023, 14:54
sport.de
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Bei Ferrari hängt in der Formel 1 der Haussegen schief. Der selbst ernannte Titelanwärter rennt den eigenen Ansprüchen schon nach zwei Rennen weit hinterher. Nachdem einige Experten bis zuletzt noch davon ausgingen, dass die schwache Performance in Saudi-Arabien daran lag, dass das Team die Motoren des SF-23 runtergeregelt hatte, um keinen Ausfall zu riskieren, dürfte ein neuer Bericht bei den Fans Sorgenfalten erzeugen.

Die Formel-1-Dominatoren von Red Bull waren für Ferrari nicht im Entferntesten in Reichweite, aber auch an Fernando Alonso im Aston Martin sowie am ebenfalls wankenden Mercedes-Team kamen die Piloten der Scuderia in Saudi-Arabien nicht vorbei. Am Ende standen lediglich die enttäuschenden Plätze sechs und sieben für Carlos Sainz und Charles Leclerc zu Buche. 

Doch lag die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des SF-23, mit dem sich das Duo vor allem in der zweiten Rennhälfte auf den Hard-Reifen in Dschidda schwertat, nicht schlicht daran, dass Ferrari die Motorleistung der Boliden zurückschraubte, um - nach dem Aus von Leclerc zum Auftakt - keinen weiteren Ausfall zu riskieren? Diese These machte jedenfalls nach dem Grand Prix die Runde.

Doch wie der englische "Sky Sports F1"-Kommentator und -Experte David Croft nun verriet, habe er aus einer nicht genannte Quelle bei Ferrari erfahren, dass der Motor der Scuderia keineswegs gedrosselt, sondern sogar mit voller Leistung betrieben wurde. 

"Es tut mir wirklich leid für die Ferrari-Fans, aber ich werde ihnen eine kleine Geschichte von der Rückreise aus Dschidda erzählen", sagte Croft. Dort habe er mit einem Ferrari-Mitarbeiter gesprochen und diesen gefragt, ob die Motoren heruntergeregelt wurden. Die klare Antwort: "Nein".

Formel 1: Croft analysiert Ferraris "Achillesferse"

"Das war also ihre wahre Performance auf den harten Reifen. Da würde ich mir an ihrer Stelle aber im Moment Gedanken machen", erklärte der F1-Experte und fügte vielsagend hinzu: "Wenn das die Pace war auf einer Strecke, wo sie dachten, dass sie gut abschneiden ..."

In der Tat hatten beide Ferraris in der zweiten Rennhälfte mit auffällig stark abbauenden Reifen zu kämpfen, ohne dafür im Gegenzug überzeugende Rundenzeiten hinzulegen. "Das war ihre größte Achillesferse", analysierte Croft. "Eigentlich hätte 2023 ihr Jahr werden sollen, aber das habe ich schon in der Vorsaison gesagt", sagte der TV-Kommentator. 

Der neue Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur kündigte zwar eine intensive Aufarbeitung des enttäuschenden Starts an, wollte die Flinte aber noch nicht ins Korn werfen. "Es ist noch zu früh, um sich ein klares Bild von der Saison zu machen, aber bisher denke ich, dass die Pace [im Qualifying] anständig war, denn wir haben einen Schritt nach vorne gemacht und die Lücke zu Mercedes und Aston im Quali geschlossen." Auch im Rennen sei die Performance im ersten Stint auf den Mediumreifen gut gewesen.

"Nur haben wir mit dem harten [Reifen] komplett an Boden verloren. Das ist der Punkt, den wir verstehen müssen. Das ist das Hauptproblem", gab Vasseur zu, ohne näher auf die Spekulationen einzugehen.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

Saudi-Arabien GP 2023

1MexikoSergio Pérez1:21:14.894h
2NiederlandeMax Verstappen+5.355s
3SpanienFernando Alonso+20.728s
4GroßbritannienGeorge Russell+25.866s
5GroßbritannienLewis Hamilton+31.065s

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