Weil es bei Mercedes in der Formel 1 schon seit Längerem nicht läuft, gibt es derzeit Spekulationen um einen Wechsel von Lewis Hamilton zu Ferrari. Ex-F1-Pilot Martin Brundle hat nun Öl ins Feuer gegossen. Der TV-Experte glaubt zu wissen, wie der Silberpfeil-Pilot derzeit denkt.
Lewis Hamilton steht vor einer ungewissen Zukunft: Seine WM-Titel-Pläne kann der Mercedes-Pilot mit dem diesjährigen Boliden allem Anschein nach wohl begraben, der Vertrag des Briten läuft am Jahresende aus. Sucht sich Hamilton also innerhalb der Formel 1 eine neue Herausforderung, vielleicht sogar bei Ferrari?
Der ehemalige F1-Pilot und heutige TV-Experte Martin Brundle glaubt, dass der 38-Jährige sich den Schritt zutrauen würde, auch wenn derzeit mehr für einen Verbleib beim deutschen Formel-1-Rennstall spreche.
"Ich denke, wenn wir uns das große Ganze ansehen [...], gibt es viele gute Gründe, bei Mercedes zu bleiben", sagte Brundle gegenüber "Sky Sports F1" über Hamilton. "Sie müssen ihm nur sagen, wie sie die Sache regeln wollen", fügte Brundle mit Blick auf die aktuellen Probleme in der Formel 1 und die offene Vertragsfrage an.
Ein Wechsel sei aber dennoch denkbar. Viele weltberühmte F1-Piloten hätten sich innerhalb ihrer Karriere noch einmal umorientiert.
"[Ayrton] Senna verließ McLaren und ging zu Williams, [Michael] Schumacher ging zu Ferrari, es hat lange gedauert, aber [er] hat es geschafft", sagte Brundle.
"Diese großartigen Fahrer haben keine Angst davor, irgendwo hinzugehen und dann eine Menge neuer Leute um sich zu scharen und etwas zu bewirken", fügte der WM-Sechste von 1992 an.
Brundle: So denkt Hamilton gerade
Hamilton selbst hatte immer wieder mit einem Wechsel zur Scuderia geliebäugelt, laut eigener Aussage sei das Ganze aber nie zustande gekommen - jedenfalls bisher!
Ändert sich das 2024? "Es muss einen Teil von Lewis geben, der sagt: 'Ich würde gerne zu Ferrari gehen, es Michael Schumacher gleichtun und das Team wieder zu einem Team machen, das die WM gewinnt", sagte Brundle und setzte mit Blick auf die Situation bei Mercedes hinzu: "Wenn ich jetzt nicht meinen achten oder neunten Titel gewinnen kann, warum gehe ich dann nicht dorthin und habe etwas Spaß?"
Brundle ist sich sicher, dass diese Fragen gerade durch Hamiltons Kopf wabern und er diese Möglichkeit mit seinem Vater und Management bespreche.
Ohnehin seien die Gedanken an Ferrari "durch die miserable Leistung des [Mercedes]-Autos in Bahrain" ganz sicher "noch verschärft worden", vermutete der 63-Jährige. Hamilton war beim Saisonauftakt nur auf dem fünften Platz gelandet, weit abgeschlagen hinter dem Red-Bull-Spitzenduo.


