Von der beeindruckenden Entwicklung des Autos über den Winter und dem starken Formel-1-Saisonauftakt waren offenbar sogar die Ingenieure von Aston Martin überrascht - und glaubten an einen Fehler.
Das Ex-Team von Sebastian Vettel hat die Winterpause allerdings überaus gut genutzt und sich still und heimlich zur drittstärksten Kraft in der Formel 1 gemausert.
Als dem Team während der Entwicklung des "AMR23" klar wurde, dass man einen konkurrenzfähigen Boliden zur Hand hat, konnten die Verantwortlichen es selbst erst nicht glauben.
"Wir wollten mit dem AMR23 in allen Bereichen besser sein als der letztjährige Red Bull. Als wir dann tatsächlich diese Ziele übertroffen haben, dachten wir zunächst, dass uns ein Fehler unterlaufen sein muss", erklärte ein Ingenieur gegenüber "Auto Motor und Sport".
Formel 1: Aston Martin freut sich über "gute Basis"
Dabei geholfen haben sicherlich auch sieben Mitarbeiter die nach der vergangenen Saison von Red Bull zu Aston Martin wechselten. Nicht umsonst scherzte Sergio Perez nach dem Rennen in Bahrain, dass er sich freue, dass drei Red-Bull-Autos auf dem Treppchen stehen.
Ebenfalls zum Aufschwung beigetragen hat Fernando Alonso. Der Altmeister, dessen Wechsel zu Aston Martin kurz nach Vettels Rücktrittserklärung öffentlich wurde, konnte sein Glück in Bahrain kaum fassen: "Ich hätte nach der Zielflagge noch eine Stunde weiterfahren können."
Den Spanier dürfte es freuen, nach Jahren im Mittelfeld, nun womöglich regelmäßig um Podien mitfahren zu können: "Ich glaube zu träumen. Der Plan war, mit Aston Martin innerhalb von zwei Jahren zu einem Top-Team zu reifen. Jetzt haben wir es schon in zwei Monaten geschafft."
In den kommenden Wochen gilt es nun, dass bereits gute Auto vernünftig weiterzuentwickeln, um den Platz hinter Red Bull und Ferrari verteidigen zu können.
Teamchef Mike Krack zeigte sich zuletzt optimistisch, dass dies gelingen könnte: "Wir haben jetzt eine gute Basis für die Weiterentwicklung."


