Eigentlich wollte Mercedes in dieser Saison um den Formel-1-Titel mitfahren. Doch der Silberpfeil scheint (erneut) nicht zu Höchstleistungen im Stande zu sein. Dabei hatte Lewis Hamilton sein Team gewarnt. Doch seine Tipps und Ratschläge wurden nicht gehört, wie der siebenmalige Weltmeister verrät.
Platz fünf für Lewis Hamilton, Platz sieben für George Russell: Das erfolgsverwöhnte Mercedes-Team hatte sich den Saisonauftakt in Bahrain ganz sicher anders vorgestellt. Allen voran Hamilton hat nach dem schwierigen Jahr 2022, in dem er erstmals in seiner F1-Karriere ohne Sieg blieb, wohl deutlich mehr erwartet.
Jedenfalls versuchte der Brite laut eigener Aussage alles, damit der neue W14 wieder wettbewerbsfähig ist. Doch wie es aussieht, wurde dem Routinier keine Beachtung geschenkt.
"Letztes Jahr habe ich ihnen noch gesagt, welche Probleme es mit dem Auto gibt", ärgerte sich Hamilton beim englischen TV-Sender "BBC".
"Ich bin in meinem Leben so viele Autos gefahren, dass ich weiß, was ein Auto braucht und was es nicht braucht", fügte der siebenfache Weltmeister an, der vor der Regel-Reform mit Mercedes die Formel 1 dominiert hatte.
Formel 1: Mercedes-Mitarbeiter sollen "Verantwortung" übernehmen
Die Mercedes-Designer und Aerodynamiker sollten aus Hamiltons Sicht nun die "Verantwortung" übernehmen, "es sich eingestehen und sagen: 'Ja, weißt du was, wir haben dir nicht zugehört, es ist nicht so, wie es sein sollte, und wir müssen daran arbeiten'", legte der 38-Jährige den Finger in die Wunde.
Die Aufgabe an die Techniker ist klar: "Wir müssen das Gleichgewicht in den Kurven prüfen, alle Schwachstellen aufdecken und uns als Team zusammenraufen."
Schließlich besitze man immer noch die Erfahrung als mehrfacher Weltmeister, so Hamilton, "nur haben sie es dieses Mal nicht richtig gemacht, sie haben es letztes Jahr nicht richtig gemacht", kritisierte der Mercedes-Pilot und fügte vielsagend an: "Aber das bedeutet nicht, dass wir es in Zukunft nicht richtig machen können."
Toto Wolff hatte zuletzt angekündigt, den W14 radikal umbauen zu wollen, um die Lücke zu Red Bull zu schließen.


