Von 1989 bis 1998 trug Dietmar Hamann in der Jugend und später als Profi das Trikot des FC Bayern. Was der heutige TV-Experte sich in der damaligen Zeit in München abseits des Feldes zu Schulden hat kommen lassen, ist nicht bekannt. Dafür, dass der deutsche Fußball-Rekordmeister aber derzeit mal wieder der vielzitierte "FC Hollywood" ist, hat Hamann jedoch einen eindeutigen Grund ausgemacht.
Mit dem FC Bayern wurde er zweimal Deutscher Meister, holte den UEFA- und den DFB-Pokal. Kurzum: Dietmar Hamann kennt die Münchner aus seiner aktiven Zeit wie seine Westentasche. Umso mehr weiß der 49-Jährige auch, dass die Geschehnisse beim deutschen Serienmeister immer ganz genau beobachtet werden. Und davon gab es in den letzten Wochen so einige, die Hamann nun unter einen gemeinsamen wie einfachen Nenner brachte:
"Die Bayern haben ein Disziplin-Problem", betonte der "Sky"-Experte in seiner Kolumne und zählte unmittelbar die Brandherde auf: "[Manuel] Neuer fährt Ski im Risiko-Gebiet, [Serge] Gnabry fliegt zur Modenschau, [Leroy] Sané macht sich nichts aus Pünktlichkeit und seit letzter Woche ist der Trainer auch in diesem illustren Kreis der Disziplinlosen."
Damit spielte Hamann auf die verbale Entgleisung von Julian Nagelsmann nach der Niederlage in Gladbach an (2:3), nach welcher der Chefcoach aufgrund einer frühen und umstrittenen Roten Karte gegen seinen Verteidiger Dayot Upamecano in die Schiedsrichter-Kabine gestürmt war und die Unparteiischen hinterher als "weichgespültes Pack" beschimpft hatte. Es folgte eine Entschuldigung und eine saftige Geldstrafe durch den DFB.
"Das ist Gift für den Teamgeist" beim FC Bayern
"Der Verein muss das in den Griff bekommen und vor allem Spieler, die sich öfter etwas zu Schulden kommen lassen, bestrafen", mahnte Nagelsmann mit Blick auf die Verfehlungen von Sané, der wiederholt zu spät zum Training erschienen sein soll.
Aber auch Neuers fahrlässige Ski-Tour, bei der er sich Schien- und Wadenbein brach sowie Gnabrys Trip zur Fashion Week nach Paris mitten in einer Englischen Woche gehörten für Hamann dazu: "Fußballer merken schnell, wenn sie am Ende alles machen können, was sie wollen und damit quasi durchkommen."
Diese Nachlässigkeit könnte für Nagelsmann und den Klub dann schnell zum Bumerang werden: "Die vorbildlichen Profis nehmen das wahr und das ist Gift für den Teamgeist", führte Hamann aus.





























