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Fünfter Heimsieg in Serie

Heimmacht VfL Bochum führt die TSG Hoffenheim vor

Der VfL Bochum erwischte einen Sahnetag
Der VfL Bochum erwischte einen Sahnetag
Foto: © David Inderlied, dpa
04. Februar 2023, 17:25

Der VfL Bochum hat seine Siegesserie im Ruhrstadion unter Trainer Thomas Letsch fortgesetzt, für TSG-Coach Andre Breitenreiter hingegen wird die Luft in Hoffenheim immer dünner.

Beim 5:2 (3:0) gegen die kriselnden Kraichgauer feierte die Letsch-Elf den fünften Heimsieg im fünften Spiel, kletterte auf einen Nichtabstiegsplatz und zog mit der TSG nach Punkten gleich. Hoffenheim blieb indes im neunten Ligaspiel nacheinander sieglos.

Vor 23.700 Zuschauern an der Castroper Straße brachten Philipp Hofmann (22.), Philipp Förster (30.) und Takuma Asano (40.) den VfL komfortabel in Führung - jeweils auf Zuspiel des überragenden Christopher Antwi-Adjei. Hoffenheim kam im zweiten Durchgang durch Christoph Baumgartner (49.) und Munas Dabbur (77.) zweimal zurück, doch Bochums Erhan Masovic (69.) und Moritz Broschinski (83.) sorgten für die Entscheidung. Während die Westfalen damit erstmals seit 1997 fünf Heimsiege in Folge einfuhren, wartet die TSG seit 113 Tagen auf einen Ligaerfolg und versinkt immer tiefer im Abstiegskampf.

Als "indiskutabel" bezeichnete TSG-Sportchef Alexander Rosen die Leistung am Sky-Mikrofon. Auch Kapitän Oliver Baumann rang um Worte: "Das ist einfach zu wenig. Wir bekommen es einfach nicht auf den Platz." Trainer Breitenreiter sei "gerade die ärmste Sau. Er versucht alles, über ihn brauchen wir nicht zu sprechen", so der Keeper.

Breitenreiter wollte von der ersten Minute an wach sein

"Wir müssen anders auftreten als in den Anfangsminuten im Hinspiel und von der ersten Minute an wach sein", hatte Hoffenheim-Coach Breitenreiter vor der Partie gefordert, nachdem sein Team im ersten Saisonduell bereits nach 13 Minuten 0:2 zurückgelegen hatte. Doch es kam ähnlich wie im Hinspiel.

Die heimstarken Bochumer versuchten von Beginn an, Lücken im Hoffenheimer Defensivverbund zu finden. Eine erste Torannäherung von Hofmann fischte Oliver Baumann mühelos runter (9.), kurz danach konnte der TSG-Keeper nach einer verunglückten Kopfballrückgabe von Innenverteidiger John Anthony Brooks im letzten Moment gegen Asano klären (10.).

Bochum blieb dran - und belohnte sich. Erst musste Mittelstürmer Hofmann eine mustergültige Hereingabe von Flügelflitzer Antwi-Adjei nur noch über die Linie drücken, dann erhöhte Geburtstagskind Förster.

Die Breitenreiter-Elf um Startelfdebütant Thomas Delaney wirkte geschockt, blieb ideenlos, nach einer Ecke setzte Brooks (29.) einen Kopfball deutlich über die Latte. Dann schlug Bochum wieder zu, erneut auf Zuspiel von Antwi-Adjei. Ein Steilpass des 28-Jährigen fand den Japaner Asano, der Hoffenheims Stanley Nsoki mit einem Übersteiger aussteigen ließ und den bemitleidenswerten Baumann tunnelte.

Nach dem desaströsen ersten Durchgang reagierte Breitenreiter mit einem Vierfachwechsel, kurz darauf witterten die Hoffenheimer dank Baumgartner wieder Morgenluft. In der Folge wurde die Partie zunehmend hitziger, Bochums Masovic erhöhte, Dabbur verkürzte, bevor der eingewechselte Broschinski bei seinem Bundesliga-Debüt den Schlusspunkt setzte.

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