Auch wenn mit Gladbachs Yann Sommer inzwischen ein Ersatz für den verletzten Manuel Neuer den Weg zum FC Bayern gefunden hat, flacht die Diskussion um den Münchner Kapitän und dessen folgeschweren Ski-Ausflug nicht ab. Ex-Profi Markus Babbel äußert sich kritisch über das Verhalten des Torhüters.
Mitte Dezember war Bayern-Keeper Manuel Neuer nach der verkorksten WM in den Alpen unterwegs, um dort beim Skitourengehen zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen. Dabei verletzte sich der 36-Jährige derart schwer, dass für ihn die laufende Spielzeit bereits beendet ist.
Für Ex-Profi Markus Babbel ist unverständlich, dass der Münchener Kapitän in seiner Freizeit ein solches Risiko auf sich nimmt, wie er gegenüber "888sport" erklärte: "Neuer hat den Bayern natürlich mit seiner Verletzung unnötigerweise ein dickes Ei ins Nest gelegt. Das war schon sehr fahrlässig."
"Ich bin Bayer und kann sagen, dass kein Bayer bei zehn Zentimeter Schnee eine Skitour macht – das ist ja wirklich lebensgefährlich. Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat", fuhr der 50-Jährige fort und richtete damit harsche Kritik an den deutschen Nationalspieler.
FC Bayern: Neuer "ein herausragend guter Torwart"
Neuer sei zwar weiterhin "ein herausragend guter Torwart", dennoch glaubt Babbel, dass auch die leichtsinnige Verletzung den Verantwortlichen des FC Bayern übel aufgestoßen hat: "Die werden sicher auch nicht erfreut gewesen sein. Sie mussten jetzt eben schmerzhaft, auch finanziell gesehen, schauen, wie man das Problem gelöst bekommt".
Die Lösung hieß am Ende Yann Sommer. Der langjährige Gladbacher kam für rund acht Millionen Euro plus Bonuszahlungen an die Säbener Straße und unterschrieb einen Vertrag bis 2025. Dahinter vermutet Babbel einen cleveren Schachzug der Bayern-Bosse, um Neuer nach seiner Rückkehr zusätzlich zu motivieren.
"Ich kann mir vorstellen, dass sie jetzt eben wollen, dass auch Neuer sich nochmal neu beweist und in den Konkurrenzkampf mit Sommer geht. Vielleicht tut es Neuer auch gut, wenn er aus seiner Wohlfühloase gezogen wird und in den Zweikampf gehen muss. Das kann zusätzlich pushen", glaubt der ehemalige Nationalspieler.




























