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Vierter Heimsieg in Folge

"Das war scheiße": Bochum stößt Hertha tiefer in die Krise

Der VfL Bochum setzte sich gegen Hertha BSC durch
Der VfL Bochum setzte sich gegen Hertha BSC durch
Foto: © IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO
21. Januar 2023, 17:29

Der VfL Bochum hat die Abstiegsplätze der Bundesliga durch das 3:1 (2:0) gegen Hertha BSC verlassen. Die Westfalen feiern den dritten Sieg in Folge.

Berlins Coach Sandro Schwarz diskutierte noch gestenreich mit den Schiedsrichtern, seine Spieler schlichen derweil mit hängenden Köpfen zu den Fans von Hertha BSC. Am anderen Ende des Stadions beklatschten die Bochumer ihre Anhänger und skandierten: "Nie mehr 2. Liga!"

Bei der Alten Damen herrschte dagegen Tristesse pur. "Wenn wir so auftreten wie heute, brauchen wir nicht von Punkten zu reden. Dafür müssen wir rennen, kämpfen, beißen", kommentierte Berlins Marco Richter nach dem 1:3 (0:2) beim VfL Bochum bei "Sky" und konstatierte: "Schnell abhaken, das war heute scheiße." Maximilian Mittelstädt ergänzte: "Es ist ärgerlich, wenn du drei Bälle aufs Tor kriegst und alle sind drin."

Philipp Hofmann (22./57.) und Winter-Neuzugang Keven Schlotterbeck (44.) erzielten die Tore zum ersten Bochumer Pflichtspielsieg gegen die Hertha seit August 2009. Suat Serdar (87.) gelang der Treffer zum Endstand.

Unter Trainer Thomas Letsch, der den VfL Ende September mit nur einem Punkt übernommen hatte, holten die Bochumer 15 Zähler und erinnern mit ihrer Heimstärke an lange vergangene Zeiten: Viermal in Folge im Ruhrstadion hatte der VfL zuletzt 1997 unter Klaus Toppmöller gewonnen.

Letsch bot die Freiburger Leihgabe Schlotterbeck gleich in der Innenverteidigung auf. Sein Gegenüber Sandro Schwarz musste dagegen auf seinen neuen Stürmer Florian Niederlechner (vom FC Augsburg geholt) wegen muskulärer Probleme noch verzichten. Außerdem fehlte den Berlinern Topscorer Dodi Lukebakio wegen Gelbsperre.

Die erste Chance hatten zwar die Bochumer durch ihren Kapitän Anthony Losilla (5.), doch zuerst jubelten die Gäste: Nach Hackentrick von Marco Richter traf Lucas Tousart in den Winkel - doch nach Videobeweis wurde der Treffer zurückgenommen, weil bei der Flanke von Jean-Paul Boetius der Ball die Torauslinie bereits überquert hatte (11.).

Nichts auszusetzen hatte der Kölner Keller am Bochumer 1:0 elf Minuten später. Nach einer Flanke von Philipp Förster köpfte Hofmann ein, obwohl er von drei Berlinern umringt war. Kevin Stöger, der den Angriff eingeleitet hatte, verpasste nur knapp das 2:0 - sein Freistoß aus 18 Metern touchierte die Latte (34.).

Hertha-Abwehr guckt nur zu

Den immer deutlicher überlegenen Gastgebern gelang dennoch vor der Pause das zweite Tor: Nach einer Förster-Ecke köpfte Schlotterbeck ein - wieder schaute die Hertha-Abwehr nur zu.

Nach dem Seitenwechsel drängte Berlin auf den Anschlusstreffer, doch ein mustergültiger Konter, den Hofmann selbst einleitete, brachte die Entscheidung: Christopher Antwi-Adjei flankte von links, und Maximilian Mittelstädt fälschte Hofmanns Schuss unhaltbar für Keeper Oliver Christensen ab.

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