In Pokljuka startet Deutschlands Biathlon-Talent Lisa Maria Spark endlich ins neue Jahr. In ihrer sport.de-Kolumne verrät die 22-Jährige, warum sie sich auf die IBU-Cup-Rennen in Slowenien besonders freut und wie sie die Zeit seit dem letzten Wettkampf genutzt hat, um in Form zu bleiben.
Der erste Wettkampf des neuen Jahres steht vor der Tür, auf den ich mich natürlich riesig freue. Nachdem der Weltcup kurz vorher in Slowenien gastierte, ist der Tross des IBU-Cups auf dem Weg dorthin.
Der Weg: das ist die Anfahrt von Ruhpolding nach Kärnten, durch den Karawankentunnel bei Villach, um dann schon in die Region rund um Bled zu kommen, mit dem Bleder See und dem darum liegenden Naturpark. Dort haben wir mit sechs Frauen und acht Männern Quartier bezogen im Hotel Park, von dem es aus eine halbe Stunde dauert, bis man am Biathlonzentrum angekommen ist.
Die Anlage in Pokljuka überwältigt mich jedes Mal aufs Neue. Das ganze Skizentrum ist eingebettet in die Wälder des landschaftlich überaus reizvollen Naturparks. Der slowenische Weltcuport ist ein gutes Pflaster für mich, konnte ich dort doch meinen ersten IBU-Junior-Cup gewinnen. Entsprechend beschwingt bin ich hier angereist und habe voller Emotion die Strecken wiedergesehen.
Nach einer langen Wettkampfpause, die natürlich mit Trainingssequenzen bestückt war, ist es nun wirklich wieder an der Zeit, gegen die Uhr zu laufen und Frau gegen Frau am Schießstand zu stehen. Die Weihnachts- und Silvesterzeit hatte uns, was die Trainingsplanung anbelangt, etwas vor Probleme gestellt und Improvisationstalent war gefragt.
In Ruhpolding war das Training auf Grund Schneemangels nicht ohne weiteres möglich und die Schneereserven, die vorgehalten werden, waren und sind für den Heimweltcup gedacht. Daher brachen meine Mama und meine beiden Schwestern mit mir am zweiten Weihnachtsfeiertag nach Toblach auf, wo ich drei perfekte Trainingstage auf Schnee gestalten konnte. Der Schwerpunkt lag auf längeren Ski-Einheiten, um die Grundlagenausdauer zu optimieren, aber auch schnelle Sequenzen standen auf dem Programm, um bereit zu sein, für Zwischensprints oder Attacken an den Anstiegen.
Zurück im Chiemgau gab es vor allem Trainingseinheiten zu Hause in Traunstein: individuelle Läufe, Ergometertraining und die eine oder andere Bergtour standen an; letztere waren gut für den Körper, aber auch gut für die Seele! – und Schnee hatte ich dann wieder in Hochfilzen unter den Skiern.
Mein Gefühl sagt mir, dass ich gut gearbeitet habe, nicht nur in der Loipe, sondern gerade auch am Schießstand. Die Synchronisation von Lauf- und Schießleistung gelingt mir stückchenweise besser und die Anpassung an das läuferische Niveau im IBU-Cup entwickelt sich in die richtige Richtung.
Daher wird das Ziel in den ersten Rennen des neuen Jahres sein, sich in den Einzelrennen weiter vorne zu platzieren und im Ranking des IBU-Cups weiter nach oben zu klettern.
Es geht wieder los!
Herzliche Grüße
Lisa Maria Spark



