Das lustlose 0:3 von Borussia Dortmund bei RB Leipzig am vergangenen Spieltag der Fußball-Bundesliga nur mit den vielen Verletzten des BVB zu begründen, würde der insgesamt schwachen Leistung der Borussen nicht gerecht. Einen gewissen Anteil wird die erneute Flut an Ausfällen allerdings haben. Von einem Zufall soll man intern längst nicht mehr ausgehen.
"An eine Zufallsserie glaubt intern niemand mehr", heißt es in einem Bericht der "Bild". "Die Ursachen-Forschung und Problem-Behebung stockt trotzdem."
Nachdem man bereits in den Vorjahren übermäßig unter Ausfällen litt, hat der BVB im Sommer reagiert und mit Shad Forsythe einen renommierten Fitnesstrainer verpflichtet, der als echter Athletik-Guru gilt. Muskelprobleme, die in der Vergangenheit Grund vieler Ausfälle waren, spielen seitdem zwar eher eine untergeordnete Rolle, Ausfälle verzeichnen die Dortmunder aber weiterhin regelmäßig - die Gründe sind inzwischen allerdings mannigfaltig.
Gegen RB Leipzig fehlten den Schwarz-Gelben schon wieder sieben Akteure. Nicht wenige standen vor ihrem Ausfall regelmäßig in der Startformation.
Modeste ein "teurer Fehleinkauf" des BVB
Die Ursachen sind "schwer zu ergründen", zeigte sich Sportdirektor Sebastian Kehl im Gespräch mit den "Ruhr Nachrichten" unlängst ratlos. Zuvor erklärte schon Coach Edin Terzic: "Es ist nicht so, dass wir nicht jeden Stein umdrehen." Worte, die nahelegen, dass man in Dortmund tatsächlich nicht davon ausgeht, einfach nur vom Pech verfolgt zu werden.
Dass bei Neuzugang Sébastian Haller, der eigentlich die Lücke füllen sollte, die der Abgang von Superstürmer Erling Haaland gerissen hat, noch vor seinem ersten BVB-Pflichtspiel Hodenkrebs diagnostiziert wurde, fällt hingegen eindeutig in die Kategorie Schicksalsschlag. Die "Bild" wirft den Borussen allerdings vor, auf den Ausfall nicht gut reagiert zu haben.
Anthony Modeste, der als Ersatz für fünf Millionen Euro vom 1. FC Köln geholt wurde, stempelt die Zeitung als "teuren Fehleinkauf" ab. Der Routinier liefere "dramatisch wenig". Besonders bitter: Der Franzose, der in sieben Spielen erst einmal treffen konnte, soll dem Bericht zufolge satte sechs Millionen Euro kassieren. Geld, mit dem sich sicherlich auch ganz andere Kaliber von einem Wechsel hätten überzeugen lassen.



























