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Russe zeigt Hitlergruß auf dem Podest

Ein russischer Kartpilot hat für einen Eklat gesorgt (Symbolbild)
Ein russischer Kartpilot hat für einen Eklat gesorgt (Symbolbild)
Foto: © Emerson Santos
11. April 2022, 17:47
sport.de
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Er hätte dankbar sein können, dass er teilnehmen darf. Doch dann sorgte ein russischer Kartfahrer für einen Eklat, indem er auf dem Podium den Hitlergruß zeigte.

Als er am Sonntag in Portimao in Portugal über die Ziellinie fuhr, ließ sich Artyom Severyukhin als Sieger feiern, doch kurze Zeit später war der russische Kartpilot der große Verlierer.

Weil Russland aufgrund des Angriffskrieges auf die Ukraine derzeit von etlichen Motorsport-Wettbewerben suspendiert ist, nahm Severyukhin für das schwedische Team Ward Racing unter italienischer Flagge am Rennen auf der iberischen Halbinsel teil und gewann prompt.

Hitlergruß auf dem Podium

Doch während der Siegerehrung gingen die Pferde mit dem jungen russischen Teenager durch, wie ein Video zeigt. Als die italienische Nationalhymne erklang, schlug er sich zuerst mit rechten Faust auf die Brust, um danach kurz den Hitlergruß zu zeigen.

Am Montag kündigte der Welt-Motorsportverband FIA eine Untersuchung gegen Severyukhin an. Das Team Ward Racing verkündete zudem die sofortige Trennung und teilte mit, dass es sich für das Verhalten des 15-Jährigen "zutiefst schäme". 

Und Severyukhin selbst? Der wurde von einem Vertreter des russischen Motorsportverbandes wie folgt zitiert: "Ich habe das Rennen gewonnen und war sehr glücklich. Ich bin aus Russland. Ich habe dem Team und meinen Verwandten aus Russland gedankt. Manch einer hat eine schlimme Geste gesehen, aber das war es nicht. Ich habe mich nur bedankt. Ich bin Russe, ich komme aus Russe und stehe zu meinem Land."

Viel Wirbel in den sozialen Netzwerken

Der Eklat bei der offiziellen European Junior Karting Championship, die vom Weltverband FIA organsiert wird, schlug auch in den Sozialen Medien hohe Wellen.

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Die FIA entfernte sämtliche Artikel und Ergebnisse zu diesem Rennen von der eigenen Homepage. Auch Tweets und User-Kommentare wurden entfernt. Noch gibt es keine Äußerungen von offiziellen FIA-Vertretern zum Vorfall. 

Bei Twitter finden sich dennoch weiterhin zahlreiche Kommentare unter älteren Tweets. 

"Schlaft ihr noch?", fragen User dort. Oder: "Sollte Severyukhin für diese Aktion nicht disqualifiziert werden?". Andere forderten sogar einen lebenslangen Bann für den jungen Russen.

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