Oliver Kahn ist seit Sommer 2021 der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern. Beim deutschen Rekordmeister treibt der ehemalige Torhüter seither mehrere Projekte voran. Dafür hat Kahn offenbar gleich mehrere Vertraute zum Münchner Spitzenklub geholt, womit auch sein Einfluss immer größer wird. Auch bei wichtigen Vertragsverhandlungen zieht Kahn mittlerweile die Fäden.
Bereits seit Januar 2020 sitz Oliver Kahn im Vorstand des FC Bayern. Unter dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge wurde der 52-Jährige in alle Prozesse innerhalb der Chefetage eingearbeitet. Nachdem sich Rummenigge vor Saisonbeginn zur Ruhe setzte, übernahm Kahn den Vorsitz.
Eines seiner Projekte, die er zusammen mit Klubpräsident Herbert Hainer seit seinem Antritt vorantreibt, ist "FC Bayern Ahead", mit dem sich der Klub für die Zukunft rüstet und in dem die strategische Ausrichtung definiert wird. Hierbei lässt sich Kahn von Moritz Mattes beraten, einem alten Bekannten, wie "Bild" berichtet.
Mattes ist Mitbegründer von Kahns Unternehmen "Goalplay", nach dessen Aufstieg beim FC Bayern wurde er Büroleiter. Wie das Boulevardblatt ausführt, wird Mattes' Auftreten im Klub intern jedoch von einige Mitarbeitern kritisch beäugt. Warum die Reibungen entstehen, wird nicht weiter ausgeführt.
In Ernst Thaler hat Oliver Kahn einen weiteren Vertrauten in den Klub geholt. Thaler verstärkt die Nachwuchsabteilung des FC Bayern und steht nun in der Verantwortung eines Pilotprojekts zur Trainerqualifizierung im Bereich der U10 bis U16. Der 55-Jährige ist keineswegs ein Unbekannter, war er doch zuvor beim Deutschen Fußball-Bund und als Leiter der Oliver Kahn Academy, also der Torwartschule des "Titans", aktiv. Dort war er für die Ausbildung internationaler Talente verantwortlich.
Werden die Lewandowski-Gespräche zur Chefsache?
Personal-Entscheidungen wie diese vergrößern "Bild" zufolge immer mehr den Einflussbereich von Oliver Kahn beim FC Bayern. Hinzu kommt, dass der Vorstandsvorsitzende längst auch die Personalfragen im Kader der Profimannschaft federführend vorantreibt.
So hat der Ex-Torwart scheinbar die Vertragsverlängerung mit Weltfußballer Robert Lewandowski mittlerweile zur Chefsache erklärt, so die Zeitung außerdem. Damit würde Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei den Gesprächen eher eine Nebenrolle bleiben.
Gegenüber der "tz" hatte Kahn jüngst erklärt, dass man sich bei der Frage nach einer Vertragsverlängerung über 2023 hinaus "nicht von außen unter Druck setzen" lasse. Ziel des FC Bayern sei es jedoch, in jeder Saison die Chance auf den Champions-League-Titel zu haben, was "gezielte Verstärkungen" sowie "Vertragsgespräche mit unseren Spielern" voraussetzt.



























