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"Nach einer Weile muss man sich damit abfinden"

Favre spricht über "erbärmliche Fehler" des BVB

Lucien Favre wurde Ende 2020 beim BVB gefeuert
Lucien Favre wurde Ende 2020 beim BVB gefeuert
Foto: © Elmar Kremser/SVEN SIMON via www.imago-images.de
30. Januar 2022, 11:09
sport.de
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Lucien Favre hat in einem Interview Verständnis für seine Entlassung bei Borussia Dortmund vor gut einem Jahr gezeigt. Gegen einige Vorwürfe wehrte sich der Ex-BVB-Coach allerdings vehement.

Dass ihn das Aus beim BVB nach dem 1:5-Heimdebakel im Dezember 2020 gegen den VfB Stuttgart ereilte, bezeichnete Favre gegenüber "L'Équipe" als "schade".

Favre erinnerte daran, dass sich seine Mannschaft kurz zuvor als Gruppenerster für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert hatte, zur Pause gegen Stuttgart habe es noch 1:1 gestanden.

Dann jedoch kam die desaströse zweite Halbzeit. "Wir machten erbärmliche Fehler und es ging Schlag auf Schlag", schilderte der Schweizer Coach, der seit dem unfreiwilligen Abgang vom BVB vereinslos ist.

BVB: Verständnis für Trennung von Lucien Favre

Es habe sich im weiteren Spielverlauf so etwas wie Resignation eingestellt. "Nach einer Weile muss man sich damit abfinden. Man versucht immer, die Fehler zu korrigieren, aber es ist schwierig."

Er verstehe die Trennung angesichts des Ausgangs der Partie, "es ist Dortmund, du verlierst zu Hause 1:5", betonte Favre.

Insgesamt zeigte sich der 64-Jährige aber zufrieden mit seinen zweieinhalb Jahren beim BVB: "Wir haben uns dreimal für die Champions League qualifiziert, wurden zweimal Zweiter gegen die Bayern, die zu diesem Zeitpunkt unaufhaltsam waren." Sein Punkteschnitt von 2,09 mit den Schwarz-Gelben sei "immer noch ziemlich gut", ergänzte Favre.

Defensive beim BVB vernachlässigt? Das sagt Lucien Favre

Der Taktikfuchs widersprach Kritik, er habe bei seiner Arbeit beim BVB die Defensive vernachlässigt: "Das stimmt nicht, ich habe mich immer dafür interessiert. Ich bin dafür bekannt, dass ich Mannschaften aufbaue, die sehr wenige Tore kassieren. Aber wir haben zu viele unnötige Tore kassiert."

Angesprochen auf seinen ehemaligen Schützling Erling Haaland geriet Favre in Schwärmen: "Er hat so viel Kraft, wenn er zwischen den beiden Innenverteidigern in die Tiefe geht, kann man ihn nicht mehr aufhalten. Er hat große Fortschritte gemacht, er ist ein großer Arbeiter mit einer super Mentalität und jemand, der immer gewinnen will." Der norwegische Torjäger sei "ein toller Transfer" für den BVB gewesen.

Als Favres Trainerstuhl ins Wackeln geriet, konnte Haaland seinem Ex-Trainer wegen eines Muskelfaserisses jedoch nicht helfen. "Er war unentbehrlich geworden und war in der Zeit, in der ich wegging, verletzt", bedauerte der ehemalige BVB-Übungsleiter.

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