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"Albtraum" für Ex-Schalker Hoppe - Mors Absturz geht weiter

Matthew Hoppe fand nach dem Abschied vom FC Schalke 04 noch nicht sein Glück
Matthew Hoppe fand nach dem Abschied vom FC Schalke 04 noch nicht sein Glück
Foto: © Mutsu Kawamori via www.imago-images.de
27. Januar 2022, 16:24
sport.de
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Ein Wechsel in die spanische Primera División ist für viele Fußballer ein lang gehegtes Ziel. Für zwei Profis, die einst beim BVB und beim FC Schalke 04 unter Vertrag standen, kam der Schritt jedoch einem Albtraum gleich.

Wie Phönix aus der Asche tauchte Matthew Hoppe 2020/21 im Profikader des FC Schalke 04 auf und steuerte sechs Tore in 22 Bundesliga-Spielen bei. Den Abstieg der Knappen aus dem deutschen Oberhaus konnte allerdings auch er nicht verhindern.

Die Leistungen des 20-Jährigen riefen dennoch die Konkurrenz auf den Plan. Letztlich nutzte Schalke die Chance, ließ den US-Nationalspieler zu RCD Mallorca in die spanische Primera División ziehen und füllte die gefährlich leeren Kassen mit 3,5 Millionen Euro.

Inzwischen zeichnet sich deutlich ab, dass die Königsblauen der einzige Gewinner dieses Deals sind. Hoppe absolvierte bislang lediglich vier Kurzeinsätze für den Klub von den Balearen. Allein bei der krachenden 1:6-Klatsche gegen Real Madrid stand der Angreifer in der Startformation und konnte sogar einen Assist verbuchen. 

Matthew Hoppe nach Abgang vom FC Schalke 04 in der Krise

Kein Wunder, dass kritische Stimmen nicht lange auf sich warten ließen. Die spanische "Marca" beurteilte Hoppes Mallorca-Abenteuer bereits Mitte November 2021 als "Albtraum". Auch Coach Luis Garcia ließ keine Zweifel daran, dass dem Youngster die Luftveränderung schwerfällt. 

"Ich spreche mit ihm Englisch, aber mit der Gruppe Spanisch. Schlussendlich gehen viele Dinge an Matthew vorbei, nicht nur beim Fußball, sondern auch in Sachen Integration", stellte Coach Luis García gegenüber der Sportzeitung klar: "Du siehst deine Mitspieler lachen und du weißt nicht, über was sie lachen." Damit aber nicht genug: Kurz darauf bremste der Körper Hoppe weiter aus. Eine muskuläre Verletzung setzte den Youngster zwei Monate lang außer Gefecht.

Zuletzt geisterte sogar eine Rückkehr nach Deutschland durch die Medien. Sogar der FC Schalke 04 wurde gehandelt.

Gut einen Monat später schnürt Hoppe die Fußball-Schuhe allerdings immer noch für Mallorca. Besserung ist jedoch weiterhin kaum in Sicht. Am vergangenen Spieltag fand sich Hoppe einmal mehr nur auf der Ersatzbank wieder. 

"Türkischer Messi" enttäuschte nicht nur beim BVB

Wie es ist, wenn man den Erwartungen infolge eines Transfers nicht gerecht wird, weiß Emre Mor nur zu gut. Begleitet von medialem Tamtam wechselte der Angreifer 2016 vom dänischen Erstligisten FC Nordsjaelland zum BVB, der beinahe zehn Millionen Euro für den als "türkischen Messi" titulierten Offensivspieler auf den Tisch blätterte.

Das Beste, das man in Dortmund allerdings mit Mor verbinden dürfte, ist der Umstand, dass man ihn ein Jahr später für 13 Millionen Euro an Celta Vigo verkaufen konnte. Wirklich glücklich wurde der 24-Jährige allerdings auch in Spanien nicht. Es folgten wenig überzeugende Leih-Engagements bei Galatasaray und Olympiakos Piräus, ehe Mor vor der laufenden Saison ebenfalls auf Leihbasis bei Fatih Karagümrük anheuerte. 

Mit dem türkischen Erstligisten kämpft Mor im unteren Drittel der Tabelle gegen den Abstieg, konnte mit einem Tor in 13 Ligaspielen aber einmal mehr nicht den ganz großen Eindruck hinterlassen. Am vergangenen Samstag setzte es den nächsten Nackenschlag: Mit Mor in der Startelf ging Fatih Karagümrük mit 0:5 bei Adana Demirspor um die Ex-Schalker Benjamin Stambouli und Younès Belhanda sowie Italiens Enfant terrible Mario Baloteli unter.

Der türkische Ex-Nationalspieler Tümer Metin zählte Mor gegenüber "Tivibu Spor" unlängst öffentlich an. "Junge Spieler können lernen, er hat nichts gelernt. Als ich ihn heute habe spielen gesehen, offenbarte sein Spiel dieselben Probleme wie vor sechs Jahren", so Metin nach der 0:1-Niederlage gegen Besiktas am 18. Januar.

Marc Affeldt

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