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"Das war eine Enttäuschung"

Details zu Sabitzers Bayern-Fiasko enthüllt

Marcel Sabitzer (r.) hat für vier Jahre beim FC Bayern unterschrieben
Marcel Sabitzer (r.) hat für vier Jahre beim FC Bayern unterschrieben
Foto: © Philippe Ruiz via www.imago-images.de
06. September 2021, 13:50
sport.de
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Marcel Sabitzer hat sich mit seinem Wechsel von RB Leipzig zum FC Bayern einen Kindheitstraum erfüllt. In seinem zweiten Anlauf will er sich bei den Münchnern durchsetzen, nachdem es vor 13 Jahren noch nichts mit einem Wechsel zum Rekordmeister wurde.

In einem jüngsten Zeitungsinterview hatte sein Vater Herfried Sabitzer verraten, dass es damals nichts wurde mit einem Wechsel in die Nachwuchsakademie des FC Bayern, obwohl der damals 14-jährige Marcel sogar beim Probetraining vorspielte. 


Mehr dazu: Sabitzer lehnte Wechsel zum FC Bayern ab


Jetzt kam heraus: Dass der Wechsel im Teenager-Alter zum deutschen Branchenprimus im Jahr 2008 noch nichts wurde, lag nicht alleine an Sabitzer selbst. Auch der FC Bayern hatte nach dem Probetraining nicht die Absicht, den Österreicher zu verpflichten.

Der langjährige Nachwuchschef des Klubs Werner Kern erinnert sich in drastischen Worten an die schlechte Trainingsleistung des Mittelfeldspielers, als dieser zum ersten Mal bei den Münchnern vorspielte: "Er hat so schlecht trainiert, wie ich es noch nie erlebt habe. Das war eine Enttäuschung – sogar sein Agent hat sich damals bei mir entschuldigt", so der 75-Jährige gegenüber der "tz".

Zur Wahrheit gehört also, dass auch der FC Bayern selbst nach diesem Probetrainings-Fiasko gar kein Interesse mehr daran gehabt hätte, Sabitzer in den Verein zu holen. Der langjährige leitende Klubangestellte Kern fügte aber hinzu: "Sein Auftritt lag aber nicht an seinem Leistungsvermögen."

Ex-Nachwuchsboss des FC Bayern: "Haben uns nichts vorzuwerfen"

Der gebürtige Grazer sei damals einfach noch nicht motiviert und entschlossen genug gewesen, mit vollem Einsatz beim deutschen Branchenprimus um eine Anstellung zu spielen. 

Stattdessen zog es Sabitzer über den FC Admira Wacker und Rapid Wien zu Red Bull Salzburg, wo er 2014/2015 den endgültigen Durchbruch als Profifußballer schaffte. Ein Jahr später ging es für den mittlerweile 54-fachen österreichischen Nationalspieler dann zu RB Leipzig nach Deutschland, wo er zum absoluten Führungsspieler und Mannschaftskapitän aufstieg. 

Trotz des damaligen Missverständnisses zwischen dem FC Bayern und Sabitzer stellte der langjährige Nachwuchs-Abteilungsleiter Werner Kern fest: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Wir haben ihn ja gescoutet. Aber wenn sich jemand so präsentiert, kannst du ihn nicht nehmen."

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