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Gladbachs dramatischer Absturz und die Folgen

Warum Marco Rose beim BVB ein schwieriger Start droht

Video: Terzic genervt: "Lasst mich als Person in Ruhe"
22. Mai 2021, 08:35
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Die Rückrunde geriet für Borussia Mönchengladbach zu einem absoluten Horror-Halbjahr. Mittendrin: der seit dem feststehenden Wechsel zu Borussia Dortmund extrem umstrittene Cheftrainer Marco Rose. Für den BVB hat Roses Absturz mit Gladbach womöglich weitreichende Folgen.

Um viel geht es für Borussia Mönchengladbach nicht mehr im letzten Saisonspiel der Fußball-Bundesliga. Lediglich die Conference League, den neu geschaffenen drittklassigen Europapokal der UEFA, kann Gladbach noch erreichen.

Geld gibt es dort kaum zu verdienen und attraktive Gegner sind noch deutlich rarer als in der bei vielen Klubs ohnehin schon ungeliebten Europa League.

Man könne bei einem Verpassen der Conference League "nicht zufrieden sein mit der Saison", postulierte Marco Rose zwar vor dem "Finale" um Platz sieben bei Werder Bremen am Samstag. An den implizierten Umkehrschluss, das Erreichen des neuen Wettbewerbs würde das Saisonfazit beim aktuellen Tabellenachten ins Positive drehen, dürfte jedoch nicht einmal Rose selbst glauben. Zu dramatisch war die Gladbacher Talfahrt in den letzten Monaten.

Gladbachs dramatischer Absturz

Nach der Hinrunde rangierte die Borussia in der Bundesliga noch in Schlagweite zu den Champions-League-Rängen. In der Königsklasse stand erstmals seit 1977 wieder ein Achtelfinal-Duell auf dem Programm, gegen Manchester City, einen der großen Player im Weltfußball. Dank des Viertelfinal-Einzugs im DFB-Pokal reiften rund um den Borussia-Park sogar Titel-Träume.

Doch diese scheinbar heile Welt geriet binnen weniger Wochen aus den Fugen. Nein, mehr noch, sie zerbrach in all ihre Bestandteile.

Als Gladbach einen Tag nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg am 21. Spieltag Roses Abgang in Richtung BVB offiziell bestätigte, überraschte das niemanden mehr. Die Gerüchte um die Zukunft des 2019 aus Salzburg geholten Trainers hatten schon seit Wochen für Unruhe gesorgt.

Fan-Proteste gegen Marco Rose

Nun gingen die Fans öffentlich auf die Barrikaden. Mit einem Banner mit der Aufschrift "Kein Söldner steht über dem Verein – sofort raus mit dem charakteRlOSEn Schwein" protestierte die Ultra-Gruppierung "Sottocultura" gegen Rose.

Von einem "gescheiterten Projekt" und der "rücksichtslosen Karriereplanung eines überehrgeizigen Trainers" schrieb der Fan-Dachverband "Supporters Club" in einem Statement nach dem Pokal-Aus gegen den BVB und forderte wiederholt Roses sofortige Entlassung.

Dass Sportdirektor Max Eberl dem Druck nicht nachgab und den Coach im Amt hielt, zahlte sich aus sportlicher Sicht letztlich nicht aus: Nur vier Siege gelangen Gladbach noch in den bislang zwölf Ligaspielen nach der Bekanntgabe von Roses Wechsel, satte sieben Niederlagen setzte es.

Gladbach: Stefan Effenberg kritisiert Max Eberl und Co.

Die peinliche Leistung zuletzt bei der 1:2-Heimpleite gegen den VfB Stuttgart bezeichnete der bekannte Gladbach-Blogger Manuel Breuer vom Podcast "Vollraute" auf Twitter gar als "größte Bankrotterklärung eines Trainers der Borussia in diesem Jahrtausend" - in einem Jahrtausend wohlgemerkt, in dem die Borussia jahrelangen Abstiegskampf sowie gelinde gesagt wenig erfolgreiche Engagements von Chefcoaches wie Michael Frontzeck oder Dick Advocaat erlebte.

Sogar der in Gladbach als unantastbar geltende Eberl, der seine Entscheidung gegen eine Trennung von Rose in einem aktuellen Interview mit dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" noch einmal als "100 Prozent" richtig bezeichnete, muss sich Kritik gefallen lassen.

"Nicht nachvollziehbar" sei es für ihn, dass die Führungsriege der Borussia um den Erfolgsmanager die zwei Jahre unter Rose öffentlich als Erfolg verkaufe, ätzte "Sport1"-Experte Stefan Effenberg gegen die "Schönfärberei" bei seinem Ex-Klub.

Droht dem BVB ebenfalls Ungemach?

Auch in Dortmund dürfte man die fehlende Konstanz der Gladbacher unter Rose und die sich in den letzten Wochen mehrenden Auflösungserscheinungen im Team mit Sorge beobachten.

Fest steht: Mit Rückenwind tritt Rose sein Amt beim BVB nicht an - im Gegenteil. Während sein Vorgänger Edin Terzic in den vergangenen Wochen von Sieg zu Sieg eilte und letztlich die Saisonziele (über)erfüllte, hat Roses guter Ruf massiv gelitten.

Holpert der Start in Dortmund auch nur annähernd so wie das Ende seiner Gladbacher Zeit, dürften schnell Diskussionen um den neuen Trainer aufkommen - erst recht, wenn Terzic, wie es der erklärte Wille der BVB-Führung ist, als Assistent von Rose im Verein bleibt.

Tobias Knoop

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